Russische und syrische Militärs stoppen seit 07.00 Uhr die Luftangriffe auf Aleppo

Russische und syrische Militärs stoppen seit 07.00 Uhr die Luftangriffe auf Aleppo
Die russischen und syrischen Streitkräfte haben am heutigen Dienstag eine 48-stündige humanitäre Waffenruhe ausgerufen. Das gab der russische Verteidigungsminister bekannt. Der Waffenstillstand tritt früher als angekündigt in Kraft, sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

Das russische Militär hatte zunächst bekannt gegeben, dass die Luftangriffe auf die Dschihadisten erst am Donnerstag eingestellt würden. Am heutigen Dienstag gab Sergej Schoigu nun bekannt, dass die Waffenruhe zwei Tage vorher in Kraft gesetzt wird. Dadurch sollen "weitere humanitäre Maßnahmen" ermöglicht werden.

Die humanitäre Feuerpause soll es Zivilisten ermöglichen, die umkämpfte Stadt Aleppo zu verlassen. Ab Donnerstag sollen Hilfsgüter geliefert werden, so der russische Plan.

„Das Ziel dieses Vorgehens ist es, die Terroristen von der ‚moderaten Opposition‘ zu trennen und sie aus Ost-Aleppo zu vertreiben“, sagte der Minister.

Er fügte hinzu, dass diejenigen Länder, die über Einfluss auf oppositionelle Gruppen in Aleppo verfügen, Druck ausüben sollten, dass diese im Gegenzug auch ihre Feindseligkeiten einstellen. In der Vergangenheit hatten die militanten Glaubenskrieger und ausländischen Söldner die Feuerpausen genutzt, um sich militärisch neu zu organisieren und stärker zu bewaffnen.

Der russische Gesandte bei der UNO hatte früher bereits festgestellt, dass der Al-Nusra Front nur zwei Optionen bleiben: Die Stadt zu verlassen oder besiegt zu werden.

Die staatlichen syrischen Streitkräfte, welche den westlichen Teil der Stadt kontrollieren und den Ostteil umstellt haben, werden heute zwei Korridore bereitstellen, durch welche auch die Militanten Aleppo verlassen können.

„Jede Partei, die an einer schnellen Stabilisierung Aleppos interessiert ist, sollte echte und praktische Schritte in diese Richtung unternehmen und nicht zögern, um politische Ergebnisse zu erreichen“, so Schoigu.

Dieses Vorgehen entspricht einem russischen Vorschlag, der in der vergangenen Woche dem UN Sicherheitsrat vorgelegt wurde. Darin unterstützte Russland die Initiative des UN-Sondergesandten Staffan de Misture. Sie beinhaltete, dass die Mitglieder der Terrorgruppe Al Nusra Front die Stadt unter der Garantie des freien Geleits verlassen. Damit wären die Kämpfe um die Stadt vermutlich beendet.

Der Vorschlag wurde von anderen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats allerdings abgelehnt. Die USA, Großbritannien und Frankreich wollen eine Flugverbotszone über Syrien verhängen.

Russland erhob Einspruch gegen dieses Vorgehen Einspruch. Eine Flugverbotszone würde die Terroristen beschützen und es ihnen erlauben, ihre Angriffe auf den von der Regierung gehaltenen Westen fortzusetzen.

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