Schoigu zu Pentagon-Vorwürfen: "Hört auf, eure geopolitischen Fehler auf Russland abzuwälzen"

Die USA sollten lernen, den Unterschied zwischen ihren eigenen Interessen und einer stabilen globalen Friedensordnung zu begreifen, meinte Russlands Außenminister Sergej Schoigu in einer Reaktion auf Vorwürfe des US-Verteidigungsministers Carter.
Die USA sollten lernen, den Unterschied zwischen ihren eigenen Interessen und einer stabilen globalen Friedensordnung zu begreifen, meinte Russlands Außenminister Sergej Schoigu in einer Reaktion auf Vorwürfe des US-Verteidigungsministers Carter.
Alle Staaten sind für die globale Sicherheit verantwortlich, nicht nur der USA. Dies betonte Russlands Verteidigungsminister Schoigu auf Beschuldigungen des Pentagon-Chefs Carter, Russland würde "an den Grundlagen der globalen Sicherheit rütteln".

Je schneller unsere amerikanischen Kollegen das einsehen, desto schneller können wir die Auseinandersetzungen beilegen, die sich im Laufe der Jahre aufgetürmt haben. Nicht nur in der Syrien-Frage", fügte der Verteidigungsminister der Russischen Föderation, Sergej Schoigu, hinzu.

Schoigu mahnte die USA, die amerikanische und die globale Sicherheit nicht zu vermengen. Russland, so der Minister, habe sich stets für eine friedliche und multipolare Weltordnung eingesetzt.

Der Verteidigungsminister unterstrich, dass es vielmehr die USA gewesen wären, die zusammen mit ihren westlichen Partnern konsequent an den Grundsäulen der Weltordnung gerüttelt hätten. Die Liste beginne mit Bosnien und dem Kosovo und und ende unter anderem mit dem Irak und Libyen.

Jedes Mal, wenn die USA auf dieselbe Harke treten, sei es im Irak, in Afghanistan, Libyen oder anderen Ländern, lernen sie nichts aus ihren Fehlern", so der russische Chefdiplomat.

Seiner Meinung nach sollten die USA etwas an ihrer Strategie ändern, sodass sie sich "nicht mehr jedes Mal am Rednerpult rechtfertigen und die ganze Schuld auf Russland, China und andere Länder mit unabhängiger Stellung abwälzen müssen".

Ende August hatte der US-amerikanische Verteidigungsminister Ashton Carter Russland beschuldigt, an den Grundlagen der globalen Sicherheit gerüttelt zu haben. Außerdem merkte er an, dass die USA Russland nicht als einen Feind betrachten. Jedoch wolle Washington, wenn notwendig, "unsere Bündnispartner, die Grundlagen der Weltordnung und die dadurch sichergestellte positive Zukunft" verteidigen.