„Keine Gefahr für Drittländer“ - Russisch-chinesische Manöver im Südchinesischen Meer

 „Keine Gefahr für Drittländer“ - Russisch-chinesische Manöver im Südchinesischen Meer
Am Montag begann das jährliche russisch-chinesische Flottenmanöver vor der Küste der Provinz Guangdong. Die Übungen werden acht Tage andauern und gelten als die bisher umfangreichsten gemeinsamen Marine-Manöver.

Von der chinesischen und russischen Seite sind an den Übungen insgesamt mehr als 250 Marineinfanteristen, 21 Flugzeuge, 18 Kampf- und Versorgungsschiffe und 15 Großgerätschaften beteiligt", erklärte Igor Dygalo, für die Marineangelegenheiten verantwortlicher Vertreter des Pressedienstes vom Verteidigungsministerium  Russlands.

An den russisch-chinesischen Übungen "Seekooperation 2016" nimmt diesmal auch eine Korvette der russischen Pazifikflotte teil. Mit von der Partie sind unter anderem auch die großen U-Bootabwehrschiffe "Admiral Winogradow" und "Admiral Tributs", das große Landefahrzeug "Peresvet", der Bergungsschlepper "Altai" und das Ölfahrzeug "Petschenega", erzählte Igor Dygalo.

Großes U-Bootabwehrschiff „Admiral Winogradow“
Großes U-Bootabwehrschiff „Admiral Winogradow“

Diese Manöver sind gegen keine Drittländer gerichtet und keineswegs mit irgendwelchen Veränderungen in der politisch-militärischen Lage innerhalb dieser Gewässer selbst verbunden. Mit dem gemeinsamen Training im Rahmen der 'Seekooperation 2016' werden China und Russland wieder zu einem höheren Sicherheitsniveau im asiatisch-pazifischen Raum beitragen", gab der Pressedienst des Ministeriums bekannt.

Konteradmiral Wang Hai (China) und Vizeadmiral Alexander Fedotenkow (Russland)
Konteradmiral Wang Hai (China) und Vizeadmiral Alexander Fedotenkow (Russland)

Man strebe in erster Linie die Erweiterung der Kooperationsmöglichkeiten beider Länder in der Abwehr und Bekämpfung von Gefahren zur See an. Außerdem soll das Teamgefühl unter den russischen und chinesischen Marineinfanteristen und in weiterer Folge die Zusammenarbeit zwischen beiden Seeflotten gestärkt werden, so Dygalo.

Während des Trainings werden wir unter anderem ausführlich gemeinsame Bergungsarbeiten proben. Die Marine-Kadetten werden es außerdem üben, Kommunikationsmittel zu schützen und Schiffe zu retten", teilte Igor Dygalo mit.

Umfangreiche Flottenmanöver unter dem Banner der russisch-chinesischen Seekooperation fanden erstmals im Rahmen der "Friedensmission 2005" statt. Die Manöver wurden seither fast in jedem Jahr durchgeführt.