Wieder zu Hause – ISS-Kosmonauten in Kasachstan gelandet

Wieder zu Hause – ISS-Kosmonauten in Kasachstan gelandet
Drei Mitglieder der 47. und 48. ISS-Expeditionen sind nach 172 Tagen im Weltall auf die Erde zurückgekehrt. Seit dem Eintritt in die Umlaufbahn hat die Besatzung mehr als 50 wissenschaftliche Experimente ausgeführt, die eine wesentliche Bedeutung für die ganze Menschheit haben sollen.

Igor Komarow, Generaldirektor von Rokosmos, im Gespräch mit Präsident Wladimir Putin im Oktober 2015 am Wostochni Kosmodrome.

Die Kapsel des Raumschiffs vom Typ Sojus TMA landete am Mittwochmorgen 148 Kilometer weit entfernt von der kasachischen Stadt Schesqasghan, berichtete RIA Novosti unter Berufung auf die Flugleitzentrale bei Moskau.

„Alles verlief glatt, ohne Störungen“, sagte der Chef des Flugdienstes beim Raumfahrtkonzern RKK Energija, Alexander Kaleri.

Die Besatzung bestand aus dem Leiter der Expedition, dem NASA-Astronauten Jeffrey Williams, und zwei Roskosmos-Kosmonauten, Oleg Skripotschka und Alexej Owtschinin. Für sie war es jeweils der vierte, zweite und erste absolvierte Weltraumflug. Seit der Kopplung an die ISS am 19. März 2016 verbrachte die Crew insgesamt 172 Tage in Schwerelosigkeit.

Die an einem Fallschirm landende Raumkapsel wurde aus der Luft durch die Luftstreitkräfte des russischen Verteidigungsministeriums geschützt, am Boden waren etwa 200 Militärs im Einsatz.

Der medizinischen Untersuchung zufolge sei das Wohlbefinden der Besatzung gut. Nach der Landung wurden Skripotschka und Owtschinin ins Zentrum der russischen Luftfahrt Star City in der Nähe von Moskau geflogen, während Williams in die USA zurückkehrte.

Die im Orbit zurückgeblieben Anatoli Iwanischin (Russland), Takuya Ōnishi (Japan) und Kathleen Rubins (USA) setzen ihre Arbeit an der ISS bis zur Ankunft der neuen Expedition fort.

Bei der nächsten ISS-Mission soll das Raumschiff vom Typ Sojus TMA durch die verbesserte Sojus-MS-Modifikation ersetzt werden. Ihr Start ist auf den 23. September vom Kosmodrom Baikonur angesetzt. Daran werden die russischen Kosmonauten Sergei Ryschikow und Andrei Borissenko sowie der amerikanische Astronaut Robert Shane Kimbrough teilnehmen.