Russischer UN-Botschafter gibt im Vorfeld der UN-Vollversammlung russische Agenda bekannt

Russischer UN-Botschafter gibt im Vorfeld der UN-Vollversammlung russische Agenda bekannt
Das Wettrüsten im All verhindern, die Informationssicherheit gewährleisten und den Versuchen, die Geschichte des Zweiten Weltkrieges zu revidieren, entgegenwirken – diese Themen wird Russland in den Mittelpunkt der Diskussionen in der 71. UN-Vollversammlung setzen.

Ein OPCW-UN-Bericht hat der syrischen Regierung in mindestens zwei Fällen den Einsatz von Chemiewaffen vorgeworfen. Russland und China zweifeln daran, dass die Vorwürfe auf einem ausreichenden Tatsachensubstrat beruhen.

Die Agenda des Gremiums umfasst diesmal insgesamt 170 Fragen, die in folgende Kategorien unterteilt sind: nachhaltige Entwicklung, Aufrechterhaltung des Friedens und der Sicherheit auf internationaler Ebene, Menschenrechte, Koordination der Hilfslieferungen, Förderung der Entwicklung des internationalen Rechts, Abrüstung, Kampf gegen den internationalen Terrorismus sowie organisatorische und administrative Fragen. Das sagte der russische UN-Botschafter, Witali Tschurkin, im Interview mit der Zeitung Iswestija.

Ein Teil der Probleme gehöre automatisch zur Tagesordnung, weil die UN-Vollversammlung darüber schon Resolutionen verabschiedet hatte. Dabei bemerkte der Diplomat, dass manche davon nicht einmal diskutiert würden. Andererseits gäbe es auch akute Probleme, die die Grundaspekte der Lebenstätigkeit der Menschheit betreffen.

Neben den Themen, die Russland als Prioritäten bezeichnete, habe die russische Delegation ferner vor, die Zusammenarbeit zwischen der UNO und weiteren Organisationen zu fördern, und zwar mit der Organisation des Vertrags über die kollektive Sicherheit (OVKS), der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU), der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ).

Die 71. Vollversammlung der UNO findet vom 13. bis 26. September in New York statt. An der Spitze der russischen Delegation wird Außenminister Sergej Lawrow stehen.