Terror in syrischen Städten: Mindestens 40 Todesopfer bei Anschlagsserie in Regierungshochburgen

Am Montag erschütterte eine Serie von Terrorakten in den von der Regierung kontrollierten Gebieten Syriens mehrere Städte. Bis dato ist die Rede von mindestens 40 Toten.
Am Montag erschütterte eine Serie von Terrorakten in den von der Regierung kontrollierten Gebieten Syriens mehrere Städte. Bis dato ist die Rede von mindestens 40 Toten.
Eine Reihe von tödlichen Explosionen hat mindestens vier von der syrischen Regierung gehaltene Städte, einschließlich der Hauptstadt Damaskus, erschüttert. Lokale Medien berichten von mehr als 40 Todesopfern und etwa 60 Verletzten.

Auf der Autobahn kurz vor der Hafenstadt Tartus im Westen Syriens ereigneten sich zwei Explosionen. Die Stadt beherbergt auch eine russische Marinebasis.

"Wir haben Informationen über eine Doppelexplosion auf der Autobahn am Eingang der Stadt Tartus erhalten, die sich unter der Arazona-Brücke ereignet hat", berichtete die Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf lokale Milizen.

Die Nachrichtenagentur Sana berichtet, dass etwa 30 Menschen bei den Explosionen getötet und etwa 45 verletzt wurden. Neuere Meldungen sprechen von einer noch höheren Zahl an Todesopfern.

Die erste Explosion war die einer Autobombe. Die zweite ging von einem Selbstmordattentäter aus, der einen Sprengstoffgürtel zur Detonation brachte, als Zivilisten den durch die erste Explosion Verletzten zu Hilfe eilen wollten, teilte eine Quelle der Polizei in Tartus der Nachrichtenagentur mit.

Tartus ist die zweitgrößte Hafenstadt in Syrien. Sie wurde seit Jahrzehnten, zunächst von der sowjetischen und mittlerweile von der Marine der Russischen Föderation, als Zubringerbasis verwendet. Die dazugehörigen Einrichtungen wurden auch während der Antiterrorkampagne Moskaus in Syrien verwendet. Sie ermöglichten die Belieferung des russischen Kontingents im Kampf gegen den IS mit militärischem Nachschub.

Nachdem Russland im März dieses Jahres den größten Teil seiner Truppen aus Syrien abgezogen hatte, beschloss die Regierung in Moskau, seine militärische Präsenz auf der Basis Tartus sowie auf dem Luftwaffenstützpunkt Khmeimim beizubehalten, um die Einhaltung von Waffenstillstandsvereinbarungen in dem arabischen Land zu beobachten.

Zuvor hatte es auch an einem Kontrollpunkt am Rande der Hauptstadt Damaskus, in der nordöstlichen Stadt Hasaka und in der westsyrischen Stadt Homs Berichte über Explosionen gegeben.

Als am Montagmorgen in der Stadt Hasaka ein Motorrad explodierte, wurden fünf Zivilisten getötet und zwei weitere verletzt.

Bei einer Explosion auf der Straße von al-Sabboura wurden ebenfalls eine Person getötet und drei weitere verletzt, berichtete eine Quelle aus dem Polizeikommando der Region Damaskus gegenüber Sana.

Eine Autobombe detonierte wenig später an einem militärischen Kontrollpunkt am Eingang des Viertels Bab Tadmur in der Stadt Homs. Dabei wurden vier Soldaten getötet und zehn weitere verletzt, berichtet Sana unter Berufung auf die Gesundheitsdirektion der Stadt Homs.

Die Nachrichtenagentur Amaq berichtete, dass der IS sich zu dem Anschlag in Hasaka bekannt hat. Die Verantwortung für die weiteren Attentate haben jedoch bis dato weder der IS noch andere Gruppen übernommen.

Die Opferzahlen stammen aus syrischen Medien. Offizielle Informationen über die Anzahl von Todesopfern und Verletzten gibt es jedoch bisher noch nicht.