Europäer auf der Krim: „Westliche Medien haben keine Ahnung vom Leben hier“

Europäer auf der Krim: „Westliche Medien haben keine Ahnung vom Leben hier“
Die auf die Krim umgesiedelten Europäer erzählen, dass sich das Leben auf der Halbinsel stark von dem unterscheidet, was die westlichen Medien berichten. Die ausländischen Krim-Einwohner freuten sich wie die ursprünglichen Krim-Einwohner über die Wiedervereinigung mit Russland. Außerdem verzeichne sich seit dem Referendum eine rasche Entwicklung der Region.

Westliche Medien leben im Gestern

Die britische Philologin Paula Hundson hat erzählt, dass sie trotz der Warnungen ihrer Freunde als Touristin auf die Krim kam.

„Ich reise schon seit elf Jahren auf die Krim. Ich genieße die schönen Landschaften, erhole mich an den Stränden. Die Krim hat wunderbare geologische Besonderheiten: Hier sind die vielfältigsten Landschaften konzentriert“, so die Touristin.

Naturparadies Krim. Foto: Gert Ewen-Ungar

Ihr zufolge unterscheidet sich das reale Leben hierzulande stark davon, wie es die westlichen Journalisten darstellen, indem sie behaupten, dass alles auf der Krim schlecht geht.

„Ehrlich gesagt fehlt den westlichen Medien das Verständnis für die Situation auf der Krim, darunter auch den britischen. Viele meinen, sie würden im Gestern leben, Russland sei nach wie vor ein Kommunistenland. Sie ignorieren die Realität. Sie haben überhaupt keine Ahnung, was für Menschen hier leben. Für sie sind die Russen wie von einem anderen Planeten“, so Hundson.

Neue Perspektiven

Der italienische Restaurateur Roberto Lo Cicero Vaina ist im Jahr 2014 auf die Krim umgesiedelt, obwohl seine Freunde ihm davon abrieten. Sie glaubten, es sei lebensgefährlich, er achtete aber nicht darauf.

„Alle meine Freunde und Kollegen sagten mir, es sei gefährlich, auf der Krim zu leben, dort herrsche ja Krieg. Da sagte ich, dass es nicht richtig ist, dass diese Informationen falsch sind. Das ist Propaganda der westlichen Medien“, so Roberto.

Er wohnte im Zentrum der Stadt Simferopol und konnte jeden Tag die wirkliche Lage der Dinge beobachten. Deswegen war es ihm unangenehm, wenn jemand in seinem Heimatland von einer „Besetzung“ sprach.

Gastautor Gert Ewen-Ungar auf der Krim

Außerdem glaubt der Italiener, dass der Lebensstandard der Krim-Einwohner nach dem Referendum gestiegen ist. Vorher ließ die Lebensqualität in der Region zu wünschen übrig, „die Armut war das gravierendste Problem“.

„Heute sieht man, dass die Krim sich entwickelt, und zwar schnell. Nach dem Referendum ergaben sich neue Perspektiven für die Halbinsel“, glaubt Roberto.

Nach seiner Meinung sind dies keine einmaligen Veränderungen, sondern eine langfristige Tendenz. „Ich glaube daran, dass diese Tendenz erhalten bleibt. Das wird mindestens zehn Jahre dauern, weil die Krim eine wichtige Rolle für die Russische Föderation spielt“, schlussfolgerte er.

Die Krim wurde wieder zu einem Teil Russlands nach dem Referendum im März 2014, wo die Mehrheit der Einwohner für die Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation stimmten. Das Referendum wurde nach dem Staatsstreich in der Ukraine im Februar 2014 durchgeführt. Die Ukraine akzeptiert die Meinung der Krim-Bürger nicht und hält die Krim nach wie vor für ihre Region. Die russischen Behörden betonten mehrmals, dass die Einwohner der Halbinsel auf demokratische Weise und in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und der UNO-Charta für den Beitritt der Krim zu Russland abgestimmt hatten.