Schoigu: Russland und der Westen haben sehr unterschiedliches Verständnis von gemäßigter Opposition

Schoigu: Russland und der Westen  haben sehr unterschiedliches Verständnis von gemäßigter Opposition
Der russische Verteidigungsminister hat erklärt, dass Russland und der Westen sich in der Frage, wer der sogenannten gemäßigten Opposition zugeordnet werden soll, nicht zu einer Einigung kommen, da der Westen keine Antworten auf die Fragen geben will, wie sich "gemäßigte Opposition" definieren lässt und in welchen Gebieten diese präsent sein soll.

„Sie stecken Selbstmordattentäter in einen Schützenpanzer mit 200 Kilo Sprengstoff und schweißen die Luke zu. Ist das die viel gerühmte gemäßigte Opposition? Ich kann diejenigen nicht verstehen, die diese Menschen unterstützen und sie als Kämpfer für eine bessere Zukunft feiern“, so der russische Verteidigungsminister im Interview mit dem Fernsehsender „Rossija 1“.

Sergei Shoigu  betonte, dass Russland sich bereits bei den westlichen Partnern nach einer präzisen Definition der gemäßigten Opposition sowie nach ihrem vermutlichen Aufenthalt erkundigt hatte.

„Wir haben unsere Kollegen gefragt, wo sich die gemäßigte Opposition befindet. Wo sollten wir Angriffe vermeiden? Man hat uns keine klare Antwort gegeben. Wir haben gefragt, wo wir denn Angriffe  durchführen dürfen, wo genau sich Kämpfer des IS, der al-Nusra-Front und deren Anhänger befinden. Und wieder keine Antwort“, fügte der Minister hinzu.

Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit dem März 2011 an. Laut den Angaben der UNO, forderte der Konflikt  mehr als 220.000 Menschenleben. Den Regierungstruppen stehen Terrormilizen gegenüber, die zu verschiedenen bewaffneten Einheiten gehören. Der IS und die al-Nusra-Front sind besonders aktiv.

Die Behörden der umkämpften syrischen Stadt Aleppo berichten, dass seit Anfang des Monats mehr als 100 Zivilisten erschossen und über 700 verletzt wurden.

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