Soros-Leak: Hackergruppe DC Leaks veröffentlicht 2.500 Dokumente der Open Society Foundations

Soros-Leak: Hackergruppe DC Leaks veröffentlicht 2.500 Dokumente der Open Society Foundations
Die Hacker-Gruppe DC Leaks hat Hunderte von internen Dokumenten aus mehreren Abteilungen der Gruppen des US-Milliardärs George Soros veröffentlicht, insbesondere aus den Stiftungen der Open Society Foundations. Obwohl sich die Hackergruppe DC Leaks öffentlich zu dem Leak bekennt, machen US-Sicherheitsexperten jedoch russische Hacker für den Vorgang verantwortlich.

Die Dateien sind in Kategorien wie beispielsweise geografische Regionen, die Weltbank und dem Büro des Präsidenten eingeteilt und decken den Zeitraum von 2008 bis 2016 ab, berichtet die Nachrichtenseite The Daily Caller.

Sie zeigen Arbeitspläne, Strategien, Prioritäten und andere Aktivitäten von Soros. Darunter sind Berichte über die Europawahlen, Migration und Asyl in Europa.

DC Leaks behauptet, die Leaks seien das Werk US-amerikanischer Aktivisten, die die Wahrheit über den „Entscheidungsfindungsprozess in den USA sowie über die wichtigsten Elemente des politischen Lebens in den Vereinigten Staaten“ aufzeigen wollten.

US-Sicherheitsexperten machten jedoch russische Hacker für den Leak verantwortlich. Das berichtet unter anderem Bloomberg. Das ist eine ähnliche Reaktion wie im Fall der DNC-Leaks, als die nationale Organisation der Demokraten betroffen war.

Die Hacker von DC-Leaks veröffentlichten bereits im Juni Daten der Open Society Foundations – eine Rechtsverletzung, die laut Sprecherin Laura Silber dem FBI berichtet wurde. Ihr zufolge stellte eine Sicherheitsfirma fest, dass in das Intranet eingedrungen worden war. Dieses sei von Mitgliedern des Vorstands, Mitarbeitern und Partnern der Stiftung verwendet worden.

DC Leaks veröffentlichte auch E-Mails des ehemaligen NATO-Generals Philip Breedlove. Diese sollen belegen, dass er versuchte, Präsident Obama zu einem Konflikt mit Russland zu bewegen. Breedlove behauptete im Juli gegenüber CNN, dass die E-Mails im Rahmen einer staatlich geförderten Geheimdienstoperation gestohlen wurden.

Eine zu Beginn der Woche von WikiLeaks geleakte E-Mail deckte auf, dass Soros Hillary Clinton während ihrer Amtszeit als Außenministerin beraten hatte. Bei der Beratung, um die sie selbst gebeten hatte, ging es um den Umgang mit Unruhen in Albanien.

Soros' Open Society Foundations unterstützen das Internationale Netzwerk investigativer Journalisten finanziell (ICIJ), das Anfang dieses Jahres nach der Veröffentlichung der Panama-Papers in den Schlagzeilen war. Millionen Datensätze der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca zeigten auf, wie die Reichen von Steuerparadiesen profitieren.

Wikileaks behauptete, das Panama-Papers-Leak sei von Soros und der US-Regierung als gemeinsames Projekt in Auftrag gegeben und finanziert worden, um Präsident Putin zu diskreditieren.