Ecuador erlaubt schwedischen Ermittlern Befragung von WikiLeaks-Gründer Assange in Botschaft

Ecuador erlaubt schwedischen Ermittlern Befragung von WikiLeaks-Gründer Assange in Botschaft
Die Staatsanwaltschaft von Ecuador hat der Anfrage Schwedens stattgegeben, Julian Assange in der Londoner Botschaft des südamerikanischen Landes zu verhören.

Laut dem Außenministerium von Ecuador soll das Datum des Verhörs in den nächsten Wochen präzisiert werden. Es werde der Anfrage aus Stockholm im Rahmen des bilateralen Abkommens zwischen Ecuador und Schweden über gegenseitige rechtliche Hilfe stattgegeben.

Im Dezember 2010 sollte der WikiLeaks-Gründer in London wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von zwei Schwedinnen nach Stockholm ausgeliefert werden.

Im Juni 2012 floh Assange in die Botschaft von Ecuador und beantragte politisches Asyl. Assange bezeichnet die Vorwürfe gegen ihn als Teil eines Komplotts und gab der Befürchtung Ausdruck, dass er als Folge seiner Tätigkeit für WikiLeaks an die USA ausgeliefert werden könne, wo ihn kein fairer Prozess erwarten würde. Seitdem hat Assange die ecuadorianische Botschaft in London niemals verlassen.  

WikiLeaks ist eine internationale und nichtkommerzielle Organisation, die geheime Informationen aus anonymen Quellen oder Datenlecks veröffentlicht. Die Webseite war 2006 gegründet worden.