DNC-Leak: FBI "vermutet" russische Hacker hinter E-Mail-Affäre - Lawrow ironisiert Anschuldigungen

DNC-Leak: FBI "vermutet" russische Hacker hinter E-Mail-Affäre - Lawrow ironisiert Anschuldigungen
FBI-Ermittler gehen davon aus, dass die Veröffentlichung von rund 20.000 internen E-Mails der Demokratischen Partei von Russland aus organisiert worden ist. Der Skandal um die an WikiLeaks zugespielten Briefe, die die Befangenheit der Parteiführung der Demokraten zugunsten Hillary Clintons belegen, zeuge davon, dass der Kreml den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump unterstütze, heißt es in der Demokratischen Partei. Russland weist solche Vorwürfe zurück.

Am vergangenen Sonntag musste die Vorsitzende des Nationalen Komitees der Demokraten (DNC), Deborah Wasserman Schultz, wegen des aufgeflogenen E-Mail-Wechsels des Parteivorsitzes ihren Rücktritt ankündigen. Die von WikiLeaks veröffentlichten Briefe bezeugen, dass der Parteiapparat im Vorwahlkampf Hillary Clinton offen unterstützt und ihren Rivalen Bernie Sanders sabotiert hatte.

Hillary Clinton ist das Lächeln noch nicht vergangen, trotz wachsender Indizien für Wahlbetrug gegen Bernie Sanders....

Eine mit der Untersuchung vertraute Quelle sagte gegenüber Reuters, dass das FBI hinter der E-Mail-Affäre russische Hacker vermute. Die Attacke sei von Russland aus organisiert worden.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, wollte die Untersuchung nicht kommentieren und verwies die Journalisten an das FBI, das seinerseits zugab, eine Ermittlung eingeleitet zu haben. Details wurden aber nicht bekanntgegeben.   

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, wollte auf das Thema nicht näher eingehen:

„In diesen Anschuldigung werden Hacker erwähnt, die mit Russland zu tun hätten. Wenn ich mich nicht irre, hat darauf schon Trump junior geantwortet, indem er das entschieden zurückgewiesen hat.“

Der russische Außenminister, Sergej Lawrow, äußerte sich zu den Vorwürfen in einem Gespräch mit US-Journalisten ziemlich einsilbig:

„Ich möchte nicht das englische Wort mit vier Buchstaben verwenden“, scherzte der russische Chefdiplomat.

Der WikiLeaks-Gründer, Julian Assange, erklärte gegenüber NBC, dass es keinen Grund zur Annahme gebe, dass russische Hacker in die Server der Demokratischen Partei eingedrungen wären: 

„Wir haben unsere Quelle nicht preisgegeben. Natürlich ist das bloß ein Versuch, in der Angelegenheit noch mehr Verwirrung zu stiften. Die wahre Story besteht darin, was die E-Mails enthalten, und sie zeigen eine Absprache.“