US-Zerstörer nähert sich auf gefährliche Weise russischer Fregatte im Mittelmeer

Das russische Patrouillenschiff Jaroslaw Mudry
Das russische Patrouillenschiff Jaroslaw Mudry
Das Verteidigungsministerium Russlands wirft der Besatzung des US-Zerstörers Gravely vor, sich dem russischen Patrouillenschiff Jaroslaw Mudry im Mittelmeer auf gefährliche Weise genähert haben. Die US-Seeleute hätten durch ihre Handlungen sowohl internationale Seefahrtsregeln als auch russisch-amerikanische Abkommen grob verletzt, heißt es aus dem russischen Verteidigungsministerium.

Am 17. Juni näherte sich der Zerstörer USS Gravely im Ostteil des Mittelmeeres der Jaroslaw Mudry auf eine Entfernung von 60 bis 70 Meter backbords und durchschnitt den Kurs der russischen Fregatte in einer Entfernung von 180 Meter vom Bug. Das russische Schiff fuhr dabei im internationalen Gewässer mit unverändertem Kurs und konstanter Geschwindigkeit weiter, ohne gegenüber der USS Gravely gefährlich zu manövrieren.

Das Verteidigungsministerium Russlands weist das Pentagon darauf hin, dass der US-Kapitän und seine Besatzung die internationalen Regeln zur Verhütung von Zusammenstößen auf See und die zwischenstaatlichen russisch-amerikanischen Abkommen von 1972 verletzt haben. Explizit handele es sich um die Regel 13 („Überholen“), die Regel 15 („Kreuzende Kurse“) und den Punkt 1 Artikel 3 des russisch-amerikanischen Abkommens.

„Es muss betont werden, dass die US-Militärbehörde in letzter Zeit mit beneidenswerter Beständigkeit russische Piloten und Seeleute der mangelnden Fachkompetenz bezichtigt. Allerdings zeigt dieser mit den gefährlichen Manövern des Zerstörers USS Gravely verbundener Zwischenfall, dass Angehörige der US-Marine es sich erlauben, grundlegende Prinzipien der Schifffahrtssicherheit zu vergessen und über die Folgen hinwegzusehen, zu denen gefährliche Manöver in Gebieten der intensiven Schifffahrt führen können“, bemerkt das Verteidigungsministerium Russlands.