Russlands Generalstab zur Situation in Syrien: „Der Geduldsfaden reißt uns, nicht den USA“

Russlands Generalstab zur Situation in Syrien: „Der Geduldsfaden reißt uns, nicht den USA“
Der Generalstabschef Russlands, Armeegeneral Waleri Gerassimow, hat auf die Erklärung von US-Außenminister John Kerry reagiert und erklärt, dass im Gegensatz zur Darstellung von Kerry, es Russland sei, dem der Geduldsfaden wegen der Situation in Syrien reißen sollte. Denn laut seiner Darstellung würden die USA es einerseits zulassen, "dass sich die Terroristen wieder reorganisieren" und andererseits die Gegenangriffe der Regierungstruppen als "unangemessen" verurteilen.

Waleri Gerassimow zufolge bekämen die Vereinigten Staaten ständig Probleme mit der syrischen „Opposition“, die sie zu kontrollieren meinen.  

Der Ansatz von US-Spitzendiplomaten: Syrische Regierungstruppen bombardieren, um so den IS zu besiegen...

„Ihrer Meinung nach [den der USA] müssen Raketenartillerie-Angriffe auf syrische Truppen und Ortschaften für ʻgeringeʼ Verstöße gegen den Waffenstillstand gehalten werden“, so der russische Generalstabschef.

Dabei würden die adäquaten Gegenattacken auf Stellungen der Rebellen durch das syrische Militär sofort zu „unangemessenen Schlägen“ gegen die „Opposition“ erklärt.  

Gerassimow fügte hinzu, dass der russische Generalstab bereits seit drei Monaten den US-Kollegen regelmäßig Koordinaten von Objekten der „Al-Nusra-Front“ und des „Islamischen Staaten“ zukommen lasse, während das US-Verteidigungsministerium sich noch immer schwer tut, sich zwischen internationalen Terrororganisationen und "gemäßigten Rebellen" zurechtzufinden:

„Das Ergebnis ist, dass die Terroristen in Syrien ihre Kräfte aktiv wiederherstellen, und sich die Situation wieder zuspitzt“, resümierte der russische Armeegeneral.

Der Waffenstillstand in Syrien gilt seit dem 27. Februar. International anerkannte Terrornetzwerke wie der „IS“ oder die „al-Nusra-Front“ sind von diesem jedoch ausgenommen.

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