Live-Updates: Pressekonferenz von Wladimir Putin und Matteo Renzi

Live-Updates: Pressekonferenz von Wladimir Putin und  Matteo Renzi
Russlands Präsident Wladimir Putin und Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi geben eine gemeinsame Pressekonferenz am Rande des Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums 2016.

Update 19:02

Matteo Renzi betonte, dass das Verhältnis zwischen Italien und Russland traditionell gut seien. Ein Beweis dafür sei, dass man heute bilaterale Abkommen zum Gesamtwert von mehr als einer Milliarde Euro unterzeichnet habe.

Der Energiesektor werde auch weiterhin eine große Rolle spielen, und man werde unbedingt eine Lösung für ins Stocken geratene Projekte finden.

Matteo Renzi scherzte am Ende der Pressekonferenz, dass der russische Präsident bei den Verhandlungen viel europafreundlicher als er selbst gewesen sei.  

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Update 18:58

Wladimir Putin wies zurück, dass Russland nationalistische Parteien in Europa unterstützt. Man habe mit dem Rechtsruck nichts zu tun.

„Ich habe schon lange, vor 10 Jahren, meine europäischen Freunde gewarnt, dass nationalistische Bewegungen und Parteien bei jener Politik, die sie durchführen, unvermeidlich an Popularität gewinnen werden. Ich habe den zunehmenden Flüchtlings- und Migrationsstrom gemeint, was heute der Fall ist. Wir haben damit absolut nichts zu tun. Die Leute, die vor dem Krieg fliehen, brauchen Hilfe. Es ist aber auch klar, dass jedes Land in erster Linie an seine eigenen Bürger denken muss, wenn es solche Hilfe leistet. Wir haben nicht vor, uns in diese Fragen einzumischen“, so Wladimir Putin. 

In Bezug auf einen möglichen Brexit sagte Wladimir Putin, dass man die Entscheidung des britischen Volkes respektieren sollte, unabhängig davon wie sie ausfallen mag. Dabei wollte der Politiker seine Meinung, ob dieser Schritt Europa bzw. Großbritannien mehr schädigen oder fördern wird, nicht äußern.

„Man muss einfach ein paar Tage abwarten und sehen, was passiert“, so der russische Staatschef.

Wladimir Putin zufolge brauche Russland ein starkes Europa.

„Russland will natürlich mit einem stakren Europa sprechen, weil es sehr nachteilig ist, mit einem schwachen Partner Dialog zu führen. Man kann immer erwarten, dass eine Drittseite ihn irgendwie unter Druck setzt, und dass alle Vereinbarungen und Pläne in Bezug auf die Zusammenarbeit ruiniert werden. Ein starker Partner lässt so etwas nicht zu“, so der russische Staatschef.

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Update 18:52

Matteo Renzi sagte in Bezug auf die Sanktionen, dass sie nicht automatisch verlängert würden. Vorerst würden Diskussionen geführt, um festzustellen, auf welcher Etappe sich gerade die Umsetzung der Minsker Abkommen befinde. Dem italienischen Ministerpräsidenten zufolge bestehe das Hauptproblem darin, dass alle Seiten die unterzeichneten Abkommen erfüllen sollten.  

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Update 18:48

Wladimir Putin kommentierte den Vorschlag von Nicolas Sarkozy, dass Russland als starkes Land die Initiative beim Aufheben der Sanktionen ergreifen sollte. Der russische Staatschef sagte, dass das Entgegenkommen beiderseitig sein sollte.

„Ich glaube, es gibt etwas Konstruktives in seinem Vorschlag. Man müsste und sollte ihm Aufmerksamkeit schenken. Wir wären zu solchen Schritten bereit, wenn wir uns sicher wären, man uns nicht hängen ließe. Wir müssen uns sicher sein, dass auf diese einseitigen Handlungen Russlands entgegenkommende Schritte folgen werden“, so Wladimir Putin.

Darüber hinaus wies Wladimir Putin darauf hin, dass die europäischen Partner die ganze Verantwortung für den Konflikt in der Ukraine nicht auf Russland abwälzen sollten, sondern auch die Führung in Kiew beeinflussen.    

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Update 18:42

Matteo Renzi antwortete auf die Frage eines Journalisten, dass die Handlungen des Westens in Libyen ein Fehler gewesen seien. Wladimir Putin stimmte ihm zu, wies jedoch darauf hin, dass man über die Zukunft des Landes nachdenken sollte. 

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Update 18:42

Matteo Renzi dankte allem voran dem russischen Präsidenten für die Einladung zum Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum 2016. Der italienische Ministerpräsident schätzte die Diskussionen und die Arbeitsatmosphäre bei dem Event hoch ein.

Der italienische Regierungschef betonte die Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit im Energiebereich. Wichtig seien aber auch Landwirtschaft und Wissenschaft.

Matteo Renzi zufolge möchte Italien im bilateralen Verhältnis Brücken bauen.

„Unsere Position besteht darin, dass das Errichten von Brücken statt Mauern in der Tat strategisch wichtig ist. Italienische Journalisten haben heute gesehen, wie wunderbar die Firma Astaldi arbeitet, die pünktlich und plangemäß eine 14 Kilometer lange Brücke hier in Sankt Petersburg fertiggebaut hat. Ich hoffe, dass Herr Putin diese Brücke in ein paar Wochen einweihen wird. Ich hoffe außerdem, dass das nicht nur die Frage der Infrastruktur sonder auch ein symbolischer Akt sei. Heutzutage müssen wir wieder Brücken bauen“, so der italienische Ministerpräsident. 

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Update 18:36

Der russische Präsident betonte, dass der Besuch des italienischen Ministerpräsidenten in Russland sehr inhaltsreich und dynamisch gewesen sei.

„Die persönliche Teilnahme von Herrn Renzi an dieser Veranstaltung hat für die breite Präsenz der italienischen Geschäftskreise gesorgt", so Wladimir Putin. 

Das Thema seiner Verhandlungen mit dem italienischen Regierungschef sei unter anderem die Aktivierung der bilateralen Kontakte, darunter auf der Geschäfts- und Handelsebene gewesen. Putin zufolge bleibe der Energiebereich ein wichtiger Punkt in der russisch-italienischen Zusammenarbeit. Es gebe auch aussichtsreiche Projekte im Weltall und im Straßenbau.   

Der russische Präsident meinte, dass es gute Voraussetzungen für die Arbeit italienischer Unternehmen in Russland gebe, und hoffte, dass alle Pläne in Erfüllung gehen werden.

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Update 18:29

Nach der Unterzeichnung der Abkommen begann die Pressekonferenz von Wladimir Putin und Matteo Renzi.

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Update 18:22

Im Beisein der beiden Politiker wurden bilaterale strategische Abkommen über die Zusammenarbeit im Energie- und High-Tech-Bereich unterzeichnet.

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Im Vorfeld der gemeinsamen Pressekonferenz der beiden Politiker hat Matteo Renzi dem russischen Staatschef für die Einladung zum Internationalen Wirtschaftsforum 2016 gedankt. Der italienische Ministerpräsident joggte am frühen Morgen durch die Straßen Sankt Petersburgs und besuchte dann die berühmte Eremitage.

Nach der Plenarsitzung des Forums verhandelte Wladimir Putin mit dem italienischen Ministerpräsidenten. Auf der Tagesordnung stand die bilaterale Zusammenarbeit im Energie-Bereich. Italien ist einer der größten Verbraucher des russischen Gases in Europa.

Nach den Verhandlungen wollten die beiden Politiker Abkommen zum Gesamtwert in Höhe von gut einer Millarde Euro unterzeichnen.

„Wir arbeiten daran, um Brücken zu bauen. Das ist Italiens Ziel. Italien glaubt, dass man Dialog statt Schließung braucht. Deswegen ist heute ein wichtiger Tag, weil wir glauben, dass es mehr Berührungspunkte als Trennlinien gibt“, sagte Matteo Renzi beim Besuch auf einer Astaldi-Baustelle in Sankt Petersburg.