Der türkische Außenminister tritt zurück, sollten "Kontakte zwischen Ankara und IS bewiesen" werden

Der türkische Außenminister tritt zurück, sollten "Kontakte zwischen Ankara und IS bewiesen" werden
Mit der Aussage reagierte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu auf eine Aussage seines Amtskollegen Sergej Lawrow. Der russische Außenminister hatte darauf hingewiesen, dass eine 90 Kilometer lange Strecke an der türkisch-syrischen Grenze existiert, die weiterhin von Terroristen zum Einsickern nach Syrien genutzt wird.

In einer Sitzung der internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens in Wien brachte Çavuşoğlu am Dienstag seine Unzufriedenheit mit der Aussage des russischen Außenministers Sergej Lawrow zum Ausdruck, dass es viele Hinweise gäbe, dass von der Türkei aus weiterhin IS-Kämpfer in Syrien versorgt werden. Sergej Lawrow sprach in diesem Zusammenhang von einem "Netzwerk".

Dabei geht es nach Erkenntnissen russischer Behörden unter anderem um eine 90 Kilometer lange Strecke der türkisch-syrischen Grenze, die immer noch von Terroristen kontrolliert wird und durch die sie Hilfe bekommen.

RT-Reporter besuchten das Erdölfeld Jabisah in Syrien, das vom IS befreit werden konnte

„Sie, Herr Lawrow, sind ein ernster Diplomat und einer der erfahrensten unter den Teilnehmern an der heutigen Sitzung. Deswegen glaube ich, dass Sie Dichtungen solcher Art nicht ernst nehmen sollten. Falls Russland zumindest einen Beweis für die Unterstützung des IS durch die Türkei hat, bin ich zum Rücktritt bereit. Falls nicht, dann bleiben Sie Ihr Leben lang bei uns in Antalya zu Gast“, wird Çavuşoğlu von RIA Nowosti zitiert.

Der türkische Spitzendiplomat erinnerte auch an die Worte von Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der die Zusammenarbeit des von ihm geführten Landes mit dem IS mehrmals dementiert hatte. Dabei hatte Erdoğan ebenfalls seinen Rücktritt angeboten.

RT hat schon zahlreiche Beweise für Verbindungen zwischen der Türkei und dem IS präsentiert. Ein Reporterteam des Senders hat während Dreharbeiten im syrisch-kurdischen Grenzgebiet exklusive Beweise für die Zusammenarbeit zwischen Ankara und dem "Islamischen Staat" entdeckt.

Geständnisse von früheren IS-Kämpfern sowie Papiere zu Erdöl- und Raubkunsthandel zwischen IS und Türkei - das alles zeigen die Enthüllungen von RT.