Lawrow und Kerry besprechen konkrete Schritte zur Umsetzung der Syrien-Vereinbarungen

Lawrow und Kerry besprechen konkrete Schritte zur Umsetzung der Syrien-Vereinbarungen
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat mit seinem US-Amtskollegen John Kerry konkrete Schritte zur Lösung der syrischen Krise besprochen.Russland will ein "starkes Signal" an den Teil der syrischen Opposition schicken, der weiterhin versucht, Ultimaten und Vorbedingungen zu stellen.

Wir haben ein bilaterales Treffen der US-Delegation mit Außenminister Kerry an der Spitze abgehalten und die Vorbereitungen für ein Treffen der Internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens besprochen. Wir haben konkrete Schritte erörtert, die wir unternehmen müssen, damit die vorher getroffenen Beschlüsse umgesetzt werden können“, erklärte der russische Außenminister vor Journalisten in Wien.

Sergej Lawrow zufolge würden die USA begreifen, dass bei den innersyrischen Gesprächen alle Oppositionsgruppen anwesend sind. Moskau und Washington hätten darüber hinaus „Umrisse eines Abschlussdokuments“ der Verhandlungen diskutiert. Es gehe um drei Richtungen der Zusammenarbeit: die Gewährleistung der Waffenruhe, die Erweiterung von humanitären Missionen in gesperrten Gebieten und die Fortsetzung des politischen Friedensprozesses.

Sergej Lawrow teilte mit, dass die Russische Föderation ein starkes Signal an den Teil der syrischen Opposition schicken wolle, der weiterhin versucht, Ultimaten und Vorbedingungen zu stellen.

Am Montag hatte sich der russische Außenminister in Wien mit Vertretern der syrischen Opposition getroffen. Russland hatte in den vergangenen Wochen seine Bemühen um eine erweiterte Waffenruhe in Syrien verstärkt.

US-Außenminister John Kerry hatte seine Verbündeten ebenfalls gedrängt, die Waffenruhe wieder einzuhalten. Sergej Lawrow und Kerry stimmten nach russischen Angaben überein, dass eine Versorgung von Extremisten in Syrien auf dem Weg über das Territorium des NATO-Mitglieds Türkei unterbunden werden muss.

Allerdings sind die UN-Friedensgespräche in Genf im April geplatzt, weil das aus Saudi-Arabien unterstützte 'Hohe Verhandlungskomittee' weitere Bedingungen stellte. Die Vereinbarung, durch die die Kämpfe in Teilen des Landes für mehrere Wochen zurückgegangen waren, wollen Russland und die USA nun wiederbeleben.

Kerry hatte zuvor anerkannt, eine solche Inkraftsetzung einer Waffenruhe hänge sowohl von den Kommandeuren als auch von den beteiligten Interessenparteien ab - also auch von den USA. "Wir tragen die Verantwortung dafür, dass die Opposition sie erfüllt."