Russlands Außenministerium: Rolle der Türkei beim Friedensprozess in Syrien nicht konstruktiv

Der stellvertretende Außenminister Russlands, Gennadi Gatilow.
Der stellvertretende Außenminister Russlands, Gennadi Gatilow.
Laut Darstellung des stellvertretenden Außenministers Russlands, Gennadi Gatilow, ist die Haltung des syrischen oppositionellen Hohen Verhandlungsrates (HNC), der seine Teilnahme an den Friedens-Gesprächen in Genf ausgesetzt hat, durch die Türkei in seiner Entscheidungsfindung beeinflusst wurden.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow im Gespräch mit Staffan de Mistura in Moskau am 5. April 2016.

Aus einigen uns vorliegenden indirekten Angaben geht hervor, dass die Türkei diese Haltung gewissermaßen bewirkt hat. Es ist sehr schade, dass ausländische Akteure, darunter solch wichtige regionalen Akteure wie die Türkei, nach wie vor eine nicht konstruktive Rolle in diesem Prozess spielen.“

So der russische Spitzendiplomat in einem Interview für die Zeitung „Iswestija“, welches  am Dienstag veröffentlicht wurde.

Gennadi Gatilow gab zudem bekannt, dass das russische Außenministerium über den Ausstieg des HNC aus dem Verhandlungsprozess nicht erfreut sei:

Wir halten diese Stellung für nicht konstruktiv. Im Großen und Ganzen ist sie darauf gerichtet, den Verhandlungsprozess zum Scheitern zu bringen. In dieser Hinsicht verurteilen wir diesen Schritt des HNC und unterstützen ihn nicht.“