Kerry: "US-Zerstörer hätte die über ihn fliegenden russischen Kampfjets abschießen dürfen"

Kerry: "US-Zerstörer hätte die über ihn fliegenden russischen Kampfjets abschießen dürfen"
US-Außenminister John Kerry hat erklärt, dass der US-amerikanische Zerstörer „Donald Cook“ die vorbeifliegenden russischen Kampfflugzeuge laut Kampfregeln hätte abschießen dürfen. Kerry betonte zudem, dass die USA die "Abschreckungsversuche" Russlands auf hoher See nicht dulden werden. Der Vorfall ereignete sich auf den internationalen Gewässern der Ostsee und gilt in militärischen Fachkreisen als "übliches Procedere".

„Wir missbilligen solch eine Haltung. Das ist verantwortungslos. Das ist provokativ. Das ist gefährlich. Den Kampfregeln zufolge durften sie [die Flugzeuge] abgeschossen werden.“

So der US-Außenminister gegenüber dem US-Fernsehsender Fox News. Zudem verwies Kerry darauf, dass man die Handlungen der russischen Piloten als "Angriffsversuch" einstufen kann. 

 „Man muss verstehen, dass es eine ernste Sache ist, und die USA werden die Abschreckung auf hoher See nicht dulden“, fügte der US-Außenminister hinzu und betonte:

„Wir verhandeln mit Russen darüber, wie gefährlich diese Situation ist, und hoffen, dass das nie wieder vorkommt."

Die russischen Kampfflugzeuge waren bei ihrem Überflug nicht bewaffnet, zudem befand sich das US-Kriegsschiff in internationalen Gewässern der Ostsee und 70 Kilometer weit von der russischen Marinebasis in Kaliningrad entfernt.

Das russische Verteidigungsministerium verwehrte sich gegen die US-amerikanische Kritik. Der amtliche Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, erklärte, die Piloten der Su-24 hätten den Zerstörer entdeckt und „unter Einhaltung aller erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen abgedreht“.

Zudem nannte er die Reaktion der USA "krankhaft und unfassbar", eingedenk der Tatsache, dass sich der Zerstörer nur 70 Kilometer entfernt von einer russischen Marinebasis bewegt hatte.