Stoltenberg: "Inakzeptabel, dass Russland versucht Einflusssphäre an seiner Grenze zu re-etablieren"

Stoltenberg: "Inakzeptabel, dass Russland versucht Einflusssphäre an seiner Grenze zu re-etablieren"
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat erklärt, dass die Bestrebung Russlands, den Einfluss an seinen Grenzen wiederherzustellen, inakzeptabel sei und gegen internationale Normen und die territoriale Integrität von anderen Ländern verstoße. Welche konkreten internationalen Normen Russland verletze, führte er jedoch nicht näher aus.

„Russland setzt sich dafür ein, die Einflusssphäre an seinen Grenzen wiederherzustellen. Und das ist inakzeptabel, weil das gegen internationale Normen und territoriale Integrität von anderen Ländern verstößt“, sagte er im Atlantic Council in Washington.

Quelle: Ruptly

Im Kontext der Unstimmigkeiten in Bezug auf die Ukraine-Frage haben die USA in den letzten zwei Jahren die militärische Zusammenarbeit mit Russland ausgesetzt und drastisch die militärische Aktivität in Europa verstärkt. Das Pentagon plant im Fiskaljahr 2017 die Ausgaben für die sogenannte Initiative zur Gewährleistung der europäischen Sicherheit bis auf ungefähr 3,4 Milliarden Dollar zu erhöhen.

Im vorigen Jahr betrug diese Summe 789 Millionen Dollar. Weitere 900 Millionen werden von anderen Behörden, darunter auch vom US-Außenministerium, zur „Eindämmung der russischen Aggression“ bereitgestellt.

Das NATO-Militär hat in diesem Rahmen seine Präsenz in Osteuropa, insbesondere in den baltischen Ländern, aufgestockt.

Der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, hatte zuvor erklärt, Moskau sei an der Zuspitzung der Konfrontation mit der NATO nicht interessiert und immer noch bereit, die Beziehungen zu der Allianz "wieder aufzubauen".