Poroschenko und Biden besprechen den Fall Sawtschenko

Poroschenko und Biden besprechen den Fall Sawtschenko
Der US-Vizepräsident hat versprochen, Signale nach Moskau zu senden, damit der Kreml die in Russland wegen des Mordes an zwei russischen Journalisten zu 22 Jahren Haft verurteilte ukrainische Pilotin auf freien Fuß setzt.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und der US-Vizepräsident Joe Biden haben in einem Telefonat das Schicksal der ukrainischen Soldatin Nadeschda Sawtschenko besprochen und ihre Standpunkte zu deren Rückkehr in die Ukraine abgestimmt. Das geht aus der Webseite des ukrainischen Präsidenten Poroschenko hervor.

Biden hat Poroschenko demnach versichert, dass der US-Außenminister John Kerry während seines Besuches in Moskau „entsprechende Signale über eine unverzügliche Freilassung“ von Sawtschenko senden werde. Der US-Vizepräsident kritisierte das Urteil scharf und betonte zusammen mit dem ukrainischen Staatsoberhaupt die Notwendigkeit, die Minsker Abkommen zu erfüllen.

Zur Sprache seien auch der Zeitplan weiterer Kontakte auf höchster Ebene zwischen der Ukraine und den USA sowie die Lage im Donbass gekommen, so der Pressedienst des ukrainischen Präsidenten.

Zuvor hatte das Gericht Donezk im Gebiet Rostow Nadeschda Sawtschenko zu 22 Jahren Freiheitsentzug in einer allgemeinen Strafkolonie verurteilt. Laut Urteil soll sie am 17. Juni 2014 einen Checkpoint der Lugansker Volksmilizen heimlich beobachtet und demensprechend das Artilleriefeuer korrigiert haben. Zu jenem Augenblich hatten sich dort Zivilisten befunden, unter ihnen drei Journalisten der Allrussischen staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft (WGTRK).

Zwei von ihnen – Igor Korneljuk und Anton Woloschin – waren durch den Beschuss getötet worden. Tatsächlich wird Nadeschda Sawtschenko 20 Jahre und vier Monate im Gefängnis verbringen, weil sie ein Jahr und acht Monate in Untersuchungshaft gesessen hat.