Krimdeutsche – die deutschsprachige Volksgruppe erstarkt nach einer schicksalhaften Geschichte

Eine Aktivistin drückt zum zweiten Jahres Tages des Wiederanschlusses der Krim an Russland ihre Liebe zu der Halbinsel aus
Eine Aktivistin drückt zum zweiten Jahres Tages des Wiederanschlusses der Krim an Russland ihre Liebe zu der Halbinsel aus
Als Krimdeutsche bezeichnet man deutschstämmige Bewohner der Krim, die sich auf Einladung der Zarin Katharina die Große hin, auf der Halbinsel niedergelassen haben. Zum Jahrestag des Wiederanschlusses der Krim an Russland hat RT Vertreter der krimdeutschen Gemeinde zum Gespräch gebeten.

Die Geschichte der Krimdeutschen reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Seitdem hat die zeitweise 60.000 Mitglieder zählende Minderheit im Laufe der Geschichte viel durchmachen müssen. So wurden in den 1940ern, nach dem Überfall auf die Sowjetunion die meisten Krimdeutschen umgesiedelt und die bis dahin anwachsende Gemeinde war fortan kaum mehr auf der Krim vertreten.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind viele Deutschstämmige wieder zurückgekehrt und auch wieder abgewandert. Gegenwärtig steigt die Zahl derer, die wieder auf der Krim leben wollen. Nicht zuletzt weil nach dem Referendum über den Beitritt zu Russland, Präsident Putin am 21. April 2014 einen Erlass (N 268), der „Maßnahmen zur Rehabilitierung armenischer, bulgarischer, griechischer, krimtatarischer und deutscher Völker und …[die] staatliche Unterstützung für ihren Wiederaufbau und ihre Entwicklung“ vorsieht, verabschiedete.

Unter den „Rückkehrern“ sind auch zahlreiche Russlanddeutsche, die zwischenzeitlich in Deutschland lebten und auch deutsche Staatsbürger sind.

RT hat dazu Juri Konstantinowitsch Hempel, den Vorsitzenden der deutschen Gemeinde auf der Krim, den Veteran Wladimir Karlowitsch sowie den Arzt Sebastian Feuerbach zum Gespräch gebeten.