Nach 340 Tagen und 400 Experimenten: Russisch-amerikanische Besatzung kehrt zur Erde zurück

Nach 340 Tagen und 400 Experimenten: Russisch-amerikanische Besatzung kehrt zur Erde zurück
Nach fast einem Jahr an Bord der Raumstation ISS sind der russische Kosmonaut Michail Kornienko und sein US-amerikanischer Kollege Scott Kelly zurück auf die Erde. Die Kaumkapsel Sojus landete sicher in der kasachischen Steppe.

Neben Kelly und Kornienko reiste auch ein drittes Crew-Mitglied der Expedition 46 – der russische Kosmonaut Sergej Wolkow – zurück zur Erde. Er verbrachte anders als die beiden anderen Kollegen nur 182 Tage im Orbit.

Russische Bergungseinheiten eilten zur Landungsstelle, um den heimgekehrten "Helden des Weltalls" aus ihrer Landungskapsel zu helfen und diese ersten medizinischen Untersuchungen zu unterziehen. Außerdem durften die Raumfahrer Familie und Freunde telefonisch verständigen.

„Die frische Luft fühlt sich herrlich an“, sagte Kelly nach dem Ausstieg aus der drei Tonnen schweren Sojus.

Nach intensiveren Medizinchecks werden die russischen Kosmonauten zur Nachbesprechung und Rehabilitation zurück zu Star City, dem Zentrum russischer Luftfahrt, in der Nähe von Moskau geflogen, während Kelly seine Heimreise in die USA antrat.

In 340 Tagen legten Kelly und Kornienko mehr als 143 Millionen Meilen an Bord der ISS zurück. Dabei vermochten sie es unter anderem, im Rahmen von Experimenten die ersten Blumen im Weltraum zu züchten. Nach rund 5440 Erdumkreisungen und knapp 11.000 erlebten Sonnenauf- und untergängen hatten die Raumfahrer, die aus wissenschaftlichen Gründen die Erde verlassen hatten, 400 Experimente abgeschlossen.