'Aufregende Reise zurück zur Erde': Kelly & Kornienko beenden nach 11 Monaten ihre Weltraum-Mission

Gemeinsam stark und dem Fortschritt der Menschheit gewidmet - US-Astronaut Kelly und russischer Kosmonaut Kornienko
Gemeinsam stark und dem Fortschritt der Menschheit gewidmet - US-Astronaut Kelly und russischer Kosmonaut Kornienko
Eine der längsten und spannendsten Weltraumreisen kommt zu ihrem Ende. Der US-Astronaut Scott Kelly und der russische Kosmonaut Mikhail Kornienko, die 340 Tage im Weltraum verbracht haben, verabschieden sich von der internationalen Raumstation ISS. Der Rekordaufenthalt war auch Symbol für dass nachwievor sehr freundschaftliche Verhältnis zwischen US-amerikanischen Astronauten und russischen Kosmonauten. Zumindest Weltall-Missionen scheinen noch zur Völkerverständigung beizutragen.

Ihre Landung auf der Erde ist für den zweiten März um 07:25 Moskauer Zeit (05:25 Uhr MEZ) geplant und wird in Kasachstan stattfinden. Kelly und Kornienko werden vom russischen Kosmonauten Sergej Wolkow begleitet, der weniger Zeit im Orbit verbracht hat - 182 Tage. Sie werden von der russischen Sojus TMA - 18 M-Raumsonde auf die Erde geholt.

Die Mission, an der Kelly und Kornienko beide teilnahmen, könnte Wissenschaftlern Hinweise geben, wie lange Weltraumreisen – wie zum Mars - besser geplant werden können.

Während ihrer Mission führte die 'Spacemen' fast 400 Experimente durch und selbst Blumen wuchsen erstmals erfolgreich an Bord der ISS.

"Wo Blumen blühen, da blühen auch Möglichkeiten."

Im Laufe von 5.440 Umlaufbahnen reisten sie mehr als 143 Millionen Meilen – etwa die Entfernung von der Erde zum Mars – und konnte dabei fast 11.000 Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge beobachten. Sie haben auch an sechs Weltraumspaziergängen teilgenommen.

Letzte Woche sagte Kelly im Gespräch mit Journalisten, dass er einige Zeit länger im Weltraum verbringen könnte, wenn es einen guten Grund gibt:

"Ich könnte weitere hundert Tage, oder ein weiteres Jahr machen, wenn ich müsste. Es hängt nur davon ab, was ich tun würde und ob das Sinn macht, obwohl ich mich auf zu Hause freue."

"Subjektiv fühle ich mich großartig und ich denke, dass die Reise zum Mars und Menschen für längere Zeit im All zu lassen, als wir es bis jetzt getan haben, eindeutig machbar ist", fügte er hinzu.

Kelly würdigte auch das russischen Sojus-Raumschiff, das die Crew zurück zur Erde bringen wird:

"Das Sojus ist eine ziemlich aufregende Fahrt zurück zur Erde, keine Frage" sagte er und fügte hinzu, "es macht mir so viel Spaß, dass ich nach meinem letzten Flug sagte, selbst wenn ich die sechs Monate im Weltall gehasst hätte, würde ich es immer wieder tun, nur für die letzten 20 Minuten in der Sojus. Es ist diese Art von Erlebnis."

Kornienko und Kelly werden sofort nach der Landung einem speziellen "Praxistest" unterzogen, berichtet TASS unter Berufung auf Quellen des Institutes für Medizinisch-biologische Probleme der Russischen Akademie der Wissenschaften. Die Quellen sagten, dass die Tests notwendig sind, um die physiologischen Funktionen eines Menschen bei der Landung auf anderen Planeten zu studieren. Die Tests werden in einem extra eingerichteten Zelt durchgeführt, das die russischen Bergungstruppen beim Landeplatz aufgebaut haben.

Während der elf Monate im All hat Kelly sich jedoch auch gelegentlich Scherze für seine Kollegen ausgedacht:

Die Liveübertragung des Rückflugs finden Sie ab 22:15 Uhr auf unserer Webseite unter Videos.