John Kerry: „Russland und USA haben System zur Überwachung des Waffenstillstandes etabliert"

John Kerry: „Russland und USA haben System zur Überwachung des Waffenstillstandes etabliert"
Moskau und Washington haben ein System zur Durchführung von Anti-Terror-Operationen und zur Überwachung des Waffenstillstandes in Syrien vereinbart. Der US-Außenminister John Kerry bemerkte dabei, dass die Koordinierung der an der Waffenruhe beteiligten Parteien dazu verhelfe, Terrorgruppierungen zu orten, auf die sich das Abkommen nicht erstrecke.    

Der Außenminister der Vereinigten Staaten, John Kerry, hat die Zusammenarbeit Russlands und der USA bei der Aufrechterhaltung des Waffenstillstandes in Syrien kommentiert. Ihm zufolge hätten die beiden Staaten vereinbart, ein spezielles System zur Durchführung von Militäroperationen in Syrien und zur Überwachung der Waffenruhe zu schaffen, berichtet RIA Nowosti.  

Kerry erläuterte dabei, dass er in den vergangenen Tagen mehrere Telefonate mit seinem russischen Kollegen Sergei Lawrow gehabt habe. Das Ergebnis sei nun die Absprache, ein System zu schaffen, dass dafür garantieren soll, dass die Einsätze in der Tat nur dem „Islamischen Staat“ und der „Al-Nusra-Front“ gelten.     

„Wir haben den Prozess und die Handlungsweise abgesprochen“, sagte der US-Außenminister und betonte, dass die Parteien an der Ortung der Extremisten zusammenarbeiteten:  

„Alle wissen, was passieren soll: Bombardements und Beschüsse der Teilnehmer sollen eingestellt werden. Die Parteien, die das Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet haben, nehmen auch an dem politischen Friedensprozess teil und werden durch das besagte Abkommen geschützt. Der ʻISʼ und die ʻAl-Nusra-Frontʼ sind eine Ausnahme. Wir koordinieren unsere Handlungen, um zu verstehen, wo sich die Kämpfer dieser Gruppierungen befinden. Die kommenden Tage werden sehr wichtig sein, um zu sehen, ob man diese Chance für eine Deeskalation des Konfliktes nutzen kann. Das wird eine komplizierte Aufgabe werden."   

Druck von Pentagon und CIA? In Washington scheinen nicht alle glücklich über das Wort

Der Waffenstillstand in Syrien

Seit dem 27. Februar um 00:00 Uhr gilt in Syrien offiziell ein Waffenstillstand. Das Abkommen, das vor allem dank Bemühungen Russlands und der USA zustande gekommen ist, schließt syrische Regierungstruppen und bewaffnete Gruppen der Opposition ein. Die Terrornetzwerke „Islamischer Staat“ und „Al-Nusra-Front“ sowie andere Gruppierungen, die auf der UN-Terrorliste stehen, sind von dem Abkommen ausgeschlossen.

Seither fliegen die Luftstreitkräfte Russlands keine Einsätze gegen Gruppierungen mehr, die ihren Wunsch bekundet haben, die Waffen niederzulegen. Insgesamt gehe es um 17 Milizen. In 34 Ortschaften seien die Kampfhandlungen bereits eingestellt worden, hieß es im Generalstab der russischen Armee. Auf dem Fliegerhorst Hmeimim funktioniere ein Zentrum zur Aussöhnung von Konfliktparteien. Der Waffenstillstand zwischen den regulären Truppen der Arabischen Republik Syrien und einzelnen Gruppierungen bedeute aber keineswegs, dass die Terroristen des IS und der Al-Nusra-Front sich in Sicherheit wiegen könnten.

Trends: # Krieg in Syrien