"Volle Kampfbereitschaft" - USA ziehen ihre Waffen in Höhlen unweit der russischen Grenze zusammen

"Volle Kampfbereitschaft" - USA ziehen ihre Waffen in Höhlen unweit der russischen Grenze zusammen
Die US-Armee stationiert Waffen und Personal in norwegischen Höhlen unweit der Grenze zu Russland. “Jede ausgeschwärmte Mannschaft reduziert Kosten und beschleunigt die Kapazität, in Krisensituationen zu reagieren. Deshalb sind wir im Stande, uns mit jeder beliebigen Krise auseinanderzusetzen“, erklärte William Bentley, Offizier der 2. Expeditionsbrigade der US Navy gegenüber CNN. Die Höhlensysteme beherbergen Waffensysteme für 15.000 Marinesoldaten.

Die geheimen Höhlen aus den Zeiten des Kalten Kriegs befänden sich im zentralen Teil Norwegens und seien als US-Waffenlager erstmals 1981 genutzt worden, um das Verteidigungspotential der NATO gegenüber der UdSSR während des Kalten Kriegs zu verstärken, hieß es in der Meldung weiter.         

CNN zufolge stelle das unterirdische System eine moderne, robuste Anlage dar und beherberge Waffenmaterial für 15.000 Marineinfanteristen. Außerdem sei eine ähnliche „Höhlenausrüstung“ bei Operationen im Irak eingesetzt worden. Der US-Fernsehsender berichtete darüber hinaus, dass rund 6.500 Waffensätze, die unterirdisch gelagert würden, bei den in Norwegen stattfindenden Manövern „Cold Response 2016“ zum Einsatz kommen sollen. An den Übungen nehmen gut 16.000 Soldaten aus 14 NATO-Mitgliedsstaaten teil.

Der Amtssprecher des norwegischen Verteidigungsministeriums sagte gegenüber CNN, dass das Ziel der Manöver es sei, die militärischen Fertigkeiten der Soldaten „auf einem schwierigen Gelände“ zu entwickeln sowie die „Glaubwürdigkeit des kollektiven Verteidigungs- und Abschreckungspotenzials“ des Militärbündnisses aufrechtzuerhalten.          

 Schreibt man das Jahr 2016 oder 1962?

Russlands Premierminister, Dmitri Medwedew, hatte vorher darauf hingewiesen, dass das Verhältnis zwischen Russland und der NATO in einen neuen Kalten Krieg abgerutscht sei. In seiner Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz hatte Medwedew darüber hinaus betont, dass der politische Kurs der Allianz Russland gegenüber „nach wie vor wenig freundschaftlich und geschlossen“ sei. „Fast jeden Tag stempelt man uns als ʻdie größte Bedrohung für die NATOʼ im Allgemeinen und für Europa im Einzelnen, oder für Amerika und andere Länder ab“, so der russische Ministerpräsident und stellte die Frage in den Raum:

„Man dreht Angst machende Filme, wo Russland einen Atomkrieg anzettelt. Manchmal frage ich mich, welches Jahr man schreibt: 2016 oder 1962?“