USA drängen NATO zu Syrien-Intervention - Deutschland und Frankreich zeigen sich sehr zurückhaltend

USA drängen NATO zu Syrien-Intervention - Deutschland und Frankreich zeigen sich sehr zurückhaltend
Die Vereinigten Staaten setzen die restlichen NATO-Mitglieder unter Druck, damit die Allianz eine "wichtigere Rolle im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Irak und Syrien" spielt. Dies führt derzeit zu Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Militärbündnisses, da Frankreich und Deutschland befürchten, dass die Initiative eine Konfrontation mit Russland zur Folge haben könnte. 

Da die 28 Mitgliedsstaaten des Atlantischen Bündnisses ohnehin schon einer Anti-IS-Koalition im Bestand von 66 Ländern angehören, versucht das Weiße Haus, die NATO als Institution heranzuziehen, um seine Waffen und Militärs in den Irak und nach Syrien zu schicken.       

Obwohl Washington mit der Unterstützung solcher Länder wie Großbritannien rechnen kann, ist die US-Initiative in Frankreich und Deutschland nicht willkommen. Paris und Berlin befürchten, dass Moskau ein stärkeres Engagement der Allianz in Syrien als Provokation betrachten könnte, zumal es schon ohnehin wegen der NATO-Osterweiterung beunruhigt ist.      

Die Lage in Syrien wäre noch schlimmer

„Die NATO und Russland würden dann nicht gegen einen gemeinsamen Feind kämpfen“, hieß es in NATO-Kreisen. Man wies damit auf verschiedene Milizen hin, die gleichzeitig mit US-Unterstützung gegen die syrische Regierung vorgehen.   

Für US-Verteidigungsminister Ash Carter kommt alles Böse und alles Leid aus Russland...

Seinerseits versuchte der US-Verteidigungsminister Ashton Carter in seinem Appell an die NATO, den syrischen Bürgerkrieg und den Kampf gegen den „IS“ auseinanderzuhalten, indem er betonte, dass die Anti-Terroroperation unabhängig fortgesetzt würde. Die Verbündeten sollten ihre entsprechenden Anstrengungen steigern.

In der vergangenen Woche hatte die NATO bereits den Einsatz von AWACS-Aufklärungsflugzeugen über Syrien beschlossen.  

„Die NATO hat nicht die geeigneten Mittel und Strukturen für den Antiterrorkampf"  

Russland hatte früher gewarnt, dass ein möglicher NATO-Einsatz in Syrien den Kampf gegen den Terrorismus im arabischen Land nur erschweren würde. „Die Allianz ist dazu da, um den klassischen Problemen die Stirn zu bieten – und zwar für einen konventionellen Krieg gewappnet zu sein. Doch der Antiterrorkampf erfordert andere Instrumente, die die Organisation nicht besitzt“, so der ständige Vertreter Russlands bei der NATO Alexander Gruschko.

NATO-Invasion in Syrien - Bisher nur als Militärübung auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern, Deutschland.
NATO-Invasion in Syrien - Bisher nur als Militärübung auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern, Deutschland.

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