"Pivot to Asia": USA provozieren China mit massiver militärischer Aufrüstung in Südost-Asien

"Pivot to Asia": USA provozieren China mit massiver militärischer Aufrüstung in Südost-Asien
Auf dem Treffen mit zehn asiatischen Staatschefs aus der ASEAN-Gruppe diskutierte US-Präsident Barack Obama die Lage im südchinesischen Meer. Die USA und Taiwan behaupten, die Volksrepublik stationiert Raketen im südchinesischen Meer. China dementiert. Aber das Land hätte gute Gründe, das Gebiet militärisch zu sichern. Die USA rüsten im Rahmen ihres „Pivot to Asia“ massiv in der Region auf: 250.000 US-Soldaten und allein auf den Philippinen acht neue Militär-Stützpunkte.

Im Januar 2012 verkündete die Regierung Obama einen grundsätzlichen Wechsel in ihren außenpolitischen Schwerpunkten. Der Richtungswechsel nach Asien, genannt „Pivot to Asia“, bedeutet, dass die USA erhebliche militärische, wirtschaftliche und diplomatische Ressourcen in die Region verschieben. Die Maßnahme stellt natürlich eine direkte Antwort auf das schnelle wirtschaftliche Wachstum der Volksrepublik China dar. Die Strategen im US-Außenministerium verlangen „robuste Maßnahmen“, weil China langfristig die „strategischen Interessen der USA bedroht“.

Gerade erst Ende Januar kreuzte die USS Curtis Wilbur, ein Raketenzerstörer, im südchinesischen Meer. Die USA geben vor, in der Region vor Chinas Küsten, die Freiheit der Schifffahrt verteidigen zu müssen. Bereits im Oktober 2015 hielt sich die USS Lassen in der Gegend auf. Zudem überflogen zwei B52-Bomber das Gebiet. Wie immer versucht die US-Außenpolitik, sich über Bündnisse mit anderen Ländern in der Region eine Form der Legimität für ihre Provokationen zuzulegen. In diesem Fall sind es Vietnam und der historische US-Verbündete Taiwan, die ebenfalls Ansprüche auf Inseln im südchinesischen Meer erheben. Andere US-Alliierte, Australien, Japan, die Philippinen und Südkorea, beeilen sich nach jeder neuen US-Aktion, diese zu begrüßen.

US-Präsident Barack Obama begrüßt den philippinischen Präsidenten Benigno Aquino. Die USA werden demnächst mehrere Militärstützpunkte auf den asiatischen Inseln errichten, Sunnyland, ASEAN-Gipfel, Februar 2016.
US-Präsident Barack Obama begrüßt den philippinischen Präsidenten Benigno Aquino. Die USA werden demnächst mehrere Militärstützpunkte auf den asiatischen Inseln errichten, Sunnyland, ASEAN-Gipfel, Februar 2016.

Das Center for Strategic & International Studies (CSIS) legte erst vor kurzem eine Studie vor, aus der hervorgeht, dass die Region sich gefährlich militarisiert. Insgesamt haben die USA, inclusive ihrer eigenen Pazifikküste, inzwischen 250.000 Soldaten im Asien-Pazifik-Raum stationiert. Die größten Kräfte liegen in Australien und Japan. Kürzlich wurde Pläne für acht neue Militärbasen auf den Philippinen genehmigt. Die US-Truppen rücken immer näher an China heran.