Russischer UN-Botschafter: Weltgemeinschaft sollte endlich illegalen IS-Öl-Schmuggel beenden

Russischer UN-Botschafter: Weltgemeinschaft sollte endlich illegalen IS-Öl-Schmuggel beenden
Russland arbeite gemeinsam mit dem UN-Sicherheitsrat an einem Dokument, welches die Resolution 2199 strikter durchsetzen soll. Diese nehme den illegalen Ölhandel von Terrorgruppen stärker ins Visier, sagte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin gegenüber RIA Novosti. Auch die US-Botschafterin vor den Vereinten Nationen Samantha Power betonte in seltener Harmonie, dass die USA in dieser Angelegenheit „gemeinsame Ziele“ mit Russland verfolgen.

Der Entwurf zur Resolution diene dazu, Finanzierungsquellen von Terrorgruppen wie dem selbsternannten „Islamischen Staat“ auszutrocknen.

Quelle: Islamischer Staat

„Wir waren mit der bisherigen Umsetzung der Resolution 2199, welche auf unsere Initiative zurückgeht, unzufrieden. Wir wollen die gesamte Prozedur verschärfen“, sagte Tschurkin und betonte:

„Wir diskutieren bereits den Text mit einigen Kollegen und ich muss sagen, dass bisher kaum Unmut geäußert wurde.“

Auch die US-Botschafterin Samantha Power sagte, dass die USA in dieser Angelegenheit „gemeinsame Ziele“ mit Russland verfolgen.

Das neue Dokument könnte ein Nachfolge-Erlass zur Resolution 2199 werden, welche dieses Jahr am 12. Februar bei den UN beschlossen wurde.

Der russische Botschafter zu Großbritannien kommentierte die Resolution gegenüber RT dahingehend, dass der Beschluss vom Februar „ein integraler Part der Anstrengungen des UN-Sicherheitsrates mit aktiver russischer Beteiligung wurde, um die internationalen Rahmenbedingungen für die Bekämpfung von Terrorgefahren vom IS und Dschabhat al-Nusra aufzustellen“. Dringlichkeit erwuchs ihm zufolge „durch die Erkenntnis, dass Terroristen beträchtliche Gewinne durch den Handel mit Erdöl aus Syrien und dem Irak machen.“

Während Botschafter Tschurkin vorschlug, mit dem IS Handel treibende Staaten zu sanktionieren, glaubt der pensionierte US-General Paul E. Vallely indes, dass Tschurkin noch spezifischer bei der Benennung von involvierten staatlichen Akteuren sein sollte.

Der Generalmajor a.D., welcher sich erst kürzlich für den Zusammenschluss von syrischen Rebellen mit Russland gegen den IS ausgesprochen hatte, forderte zudem, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wegen vermeintlicher Öleinkäufe beim IS als „negative Kraft“ gebrandmarkt werden müsste.

Gegenüber RT behauptete der US-Generalmajor in der Türkei bezeugen könne:

„Er [Erdoğan] unterstützt den IS, seitdem ich vor einigen Jahren drüben war. Ich habe einige Händler des Schwarzmarktes entlang der syrischen Grenze in der Provinz Hatay getroffen. Erdoğan ist ein Problem, ein wirkliches Problem, wenn ich Botschafter Tschurkin wäre, ich würde dem UN-Sicherheitsrat nicht nur Maßnahmen zum Stopp des IS-Handels vorschlagen, sondern auch Aktionen gegen Erdogan einleiten.“

Abschließend fügte Vallely gegenüber RT hinzu:

„Erdoğan muss realistisch sein, wenn er an der Macht bleiben möchte und, natürlich, versucht er aus der Türkei einen ‚Islamischen Staat’ zu machen. Es wird noch mehr Proteste in der Türkei geben, er wird viele Probleme haben.“