International

Flugzeugunglück im Sinai - Russische Passagiermaschine mit 224 Menschen an Bord abgestürzt

Auf dem Weg von Sharm al Sheikh nach St. Petersburg ist am Samstagmorgen ein russisches Passagierflugzeug der sibirischen Fluggesellschaft Kogalymavia abgestürzt. An Bord befanden sich 224 Menschen. Die Absturzursache ist noch unklar. Keiner der Insassen hat das Unglück überlebt.
Flugzeugunglück im Sinai - Russische Passagiermaschine mit 224 Menschen an Bord abgestürztQuelle: Reuters © Kim Philipp Piskol

Bei einem Flugzeugunglück über der ägyptischen Sinai-Halbinsel wurde die russische Passagiermaschine vom Typ Airbus-321 der Fluggesellschaft Kogalymavi komplett zerstört. Zuvor hatte die Besatzung des Fluges 7K9269 über Triebwerksprobleme berichtet. 23 Minuten nach dem Start verschwand das Flugzeug vom Radar. Vor dem Start gab es keine Hinweise auf technische Probleme.

Anzeichen für ein Fremdeinwirken gibt es bisher zwar nicht, jedoch wird vermeldet, dass im Norden der Halbinsel Sinai eine militante Organisation namens Ansar Beit al-Makdis aktiv ist, die mit dem "Islamischen Staat" sympathisiert.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Premierminister Dmitri Medwedew umgehend damit beauftragt, eine staatliche Kommssion zur Untersuchung der genauen Absturzursache zu bilden. Meldungen, dass bereits einer der Flugschreiber gefunden werden konnte, wurden später wieder dementiert. Schlechtes Wetter und die bergige Absturzstelle erschweren zudem ein Vorrücken der Rettungskräfte.

An Bord der Maschine befanden sich 200 erwachsene Passagiere, 17 Kinder und sieben Besatzungsmitglieder. Laut Interfax seien alle Passagiere Russen gewesen. Die ägyptische Regierung meldet derweil, dass sich auch drei Ukrainer an Bord befanden. Der russische Verband der Reiseveranstalter ATOR hat auf seiner Internetseite eine Liste der Flugzeuginsassen veröffentlicht.

Obwohl die Maschine komplett zerstört wurde, hoffen die Bergungskräfte, Überlebende in den Trümmern finden zu können. Erste Bergungsteams berichteten von Stimmen unter den Wrackteilen. Für den Fall, dass tatsächlich einige der Insassen überleben konnten, hat Israel seine Unterstützung bei der Bergung und medizinischen Versorgung zugesichert. Laut RIA Novosti ist das Land bereit, entsprechendes Fachpersonal zu entsenden.

Der ägyptische Premier Sherif Ismail begab sich unmittelbar zum Absturzort. Auch der russische Verkehrsminister Maxim Sokolow ist bereits auf dem Weg zum Unglücksort. Via Facebook kondolierte Frankreichs Präsident François Hollande Wladimir Putin im Zusammenhang mit der Flugzeugkatastrophe.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier übermittelte der russischen Bevölkerung sein Beileid:

„Unsere Gedanken sind jetzt bei all denen, die durch dieses tragische Unglück so plötzlich ihre Liebsten verloren haben.“

Für den morgigen Tag hat Russlands Präsident Wladimir Putin Staatstrauer angeordnet.

Update 13:34 Uhr: Die russische Nachrichtenagentur Sputnik meldet, dass keiner der Insassen überlebt hat.

Update 13.49 Uhr: US-Außenminister John Kerry hat Russland und den Angehörigen der Absturzopfer sein tief empfundenes Beileid ausgedrückt.

Update 15.04 Uhr: Ein Twitter-Account, der dem "Islamischen Staat" zugeschrieben wird, meldet, die Dschihadisten-Miliz hätte das Flugzeug abgeschossen. Erst die offizielle Untersuchung wird jedoch ergeben, ob dies den Tatsachen entspricht oder ob es sich bei der Meldung um gezielte Desinformation handelt.

Update 16.10 Uhr: Weitere Beileidsbekundungen für die Angehörigen der Opfer kommen unter anderem vom britischen Premierminister David Cameron und vom ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi.

Update 18:40 Uhr: Die Blackbox konnte mittlerweile gefunden werden.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.