International

Interpol-Generalsekretär Stock: In die Ukraine gelieferte Waffen gelangen an Kriminelle

Die Internationale kriminalpolizeiliche Organisation (Interpol) hat davor gewarnt, dass derzeit und künftig an die Ukraine gelieferte Waffen auf den Schwarzmarkt und in die Hände krimineller Organisationen gelangen können.
Interpol-Generalsekretär Stock: In die Ukraine gelieferte Waffen gelangen an KriminelleQuelle: Gettyimages.ru © Michael Dunning

Ein großer Teil der von westlichen Ländern an das Kiewer Regime gelieferten Waffen wird "zweifellos in den Händen von Vertretern der organisierten Kriminalität landen", sagte der deutsche Jurist Jürgen Stock, derzeit Generalsekretär von Interpol und ehemals Vizepräsident beim Bundeskriminalamt (BKA), dem anglo-amerikanischen Presseverband am Donnerstag in Paris. Stock betonte, er habe keinerlei Zweifel, dass dies geschehen wird und bereits jetzt geschieht.

Seiner Meinung nach werde die Aufrüstung der Ukraine zu einem Anstieg des Waffenhandels, insbesondere mit Kleinwaffen, führen:

"Wir haben dies in der Balkanregion gesehen. Wir haben das auf den militärischen Schauplätzen Afrikas gesehen, wo organisierte kriminelle Gruppen natürlich versuchen, diese chaotische Situation, die Verfügbarkeit von Waffen und sogar von Waffen, die vom Militär benutzt werden, auszunutzen."

Der Interpol-Generalsekretär warnte, dass der Waffenumlauf in der Ukraine sehr intensiv ist, und sagte, dass diese Situation nach dem Krieg zu einer raschen Verbreitung von geschmuggelten Waffen innerhalb von Europa und aus Europa hinaus führen werde.

Stock warnte davor, dass alle Arten von Waffen, die von den Armeen verwendet werden, einschließlich schwerer Waffen, in die Hände krimineller Organisationen gelangen könnten. Er erinnerte daran, dass Interpol eine Datenbank hat, in der Informationen über Waffen ausgetauscht werden, und sagte:

"Wir laden die Mitgliedsländer ein, diese Datenbank zu nutzen. Denn kein Land oder keine Region kann diese Situation alleine bewältigen. Die von mir erwähnten kriminellen Organisationen arbeiten weltweit, also werden diese Waffen es tun zwischen den Kontinenten zirkulieren."

Der Generalsekretär dieser internationalen Polizeiorganisation fordert, dass die Staaten, die Kiew beliefern, ihre Datenbanken zusammenlegen müssen, um die Bewegung von Waffen zu überwachen:

"Wir müssen die bestehenden Datenbanken intensiv nutzen, die dabei helfen können, Waffen aufzuspüren, die beispielsweise in einem anderen Land gestohlen wurden. (...) Kein Land in unserer Region kann damit allein fertig werden, denn die Kriminellen, von denen ich spreche, agieren weltweit."

Vor dem Hintergrund der russischen militärischen Intervention zum Schutz des Donbass liefern sowohl Washington als auch seine NATO-Verbündeten weiterhin Waffen in die Ukraine. Moskau hat wiederholt erklärt, dass westliche Waffenlieferungen den aktuellen Konflikt nur verlängern, während Transporte dieser Waffen zu einem legitimen Ziel auf ukrainischem Boden werden. Das neue US-Militärhilfepaket umfasst unter anderem vier fortschrittliche HIMARS-Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesysteme, die mit ihrer Ausrüstung Ziele in einer Entfernung von bis zu 80 Kilometern bekämpfen können sollen.

Mehr zum Thema - Europol alarmiert über das Schicksal westlicher Waffen in der Ukraine

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.