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Globale Verschuldung könnte auf Rekordwert von 277 Billionen Dollar steigen

Globale Verschuldung könnte auf Rekordwert von 277 Billionen Dollar steigen
Laut einem Bericht des Institute of International Finance (IIF) könnte die globale Verschuldung bis zum Ende des Jahres auf einen Rekordwert von 277 Billionen US-Dollar ansteigen. Über den Abbau der Schulden bestehe Unsicherheit. Auch der IWF meldete Zahlen.

Angesichts der Ausgabenpolitik von Regierungen und Unternehmen als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie könnte die globale Verschuldung bis zum Ende des Jahres auf einen Rekordwert von 277 Billionen US-Dollar (über 233 Billionen Euro) ansteigen, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Institute of International Finance (IIF).

Das IIF, zu deren Mitgliedern mehr als 400 Banken und Finanzinstitutionen auf der ganzen Welt gehören, sagte, dass die Verschuldung in diesem Jahr bereits um 15 Billionen Dollar auf 272 Billionen Dollar im September angestiegen sei. Fast die Hälfte des Anstiegs entfiel auf Regierungen – vor allem aus den Industrieländern.

Die Gesamtverschuldung der entwickelten Märkte stieg im dritten Quartal sprunghaft auf 432 Prozent des BIP, ausgehend von einem Verhältnis von etwa 380 Prozent am Ende des Jahres 2019. Die Verschuldung der Schwellenländer im Verhältnis zum BIP erreichte im dritten Quartal fast 250 Prozent, wobei China 335 Prozent erreichte, und für das Jahr wird erwartet, dass das Verhältnis etwa 365 Prozent des globalen BIP erreichen wird.

"Es besteht erhebliche Unsicherheit darüber, wie die Weltwirtschaft in Zukunft ihren Schuldenstand abbauen kann, ohne dass dies erhebliche negative Auswirkungen auf die Wirtschaftstätigkeit hat", so das IIF in seinem Bericht.

Die diesjährige Gesamtverschuldung der USA könnte bald 80 Billionen Dollar erreichen, so der IIF-Bericht, gegenüber 71 Billionen Dollar im Jahr 2019. In der Eurozone stiegen die Schulden bis September um 1,5 Billionen USD auf 53 Billionen USD.

Von den Schwellenländern haben der Libanon, China, Malaysia und die Türkei in diesem Jahr bisher den größten Anstieg der Schuldenquoten des nichtfinanziellen Sektors verzeichnet.

Die rückläufigen Einnahmen der Regierungen der Schwellenländer haben die Rückzahlung der Schulden selbst bei weltweit rekordverdächtig niedrigen Kreditkosten "viel beschwerlicher" gemacht. Bis Ende nächsten Jahres werden etwa sieben Billionen Dollar an Anleihen und Konsortialkrediten der Schwellenländer fällig, von denen etwa 15 Prozent auf US-Dollar lauten, sagte das IIF.

Beamte der G20 stimmten im vergangenen Monat zu, das Einfrieren der offiziellen bilateralen Schuldenzahlungen im Rahmen der Initiative zur Aussetzung des Schuldendienstes (DSSI) bis zur ersten Hälfte des Jahres 2021 zu verlängern, und sagten, sie würden im April eine weitere sechsmonatige Verlängerung in Betracht ziehen.

Schätzungen des Internationalen Währungsfonds zufolge wird die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 4,4 Prozent schrumpfen, da pandemiebedingte Sperrmaßnahmen und Reisebeschränkungen die Wirtschaftsleistung belasten, und 2021 um 5,2 Prozent expandieren.

Am Mittwoch beurteilte der Internationale Währungsfonds (IWF) auch Deutschlands Politik zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise nach einer zweiwöchigen Analyse. Deutschland schlage sich konjunkturell besser als andere Staaten in Europa. "Insgesamt wird die deutsche Wirtschaft 2020 um rund fünfeinhalb Prozent schrumpfen."

Das wäre noch eine der schwersten Rezessionen in der Nachkriegszeit. Nächstes Jahr werde es eine Erholung geben, so der IWF. Das Vorkrisenniveau dürfte aber frühestens 2022 wieder erreicht werden. "Die Risiken für den Ausblick sind aber substanziell", betonte der IWF. Sollte die zweite Welle an Infektionen nicht unter Kontrolle gebracht werden, drohe ein längerer Shutdown als bislang für den November geplant. Hinzu kämen Risiken bei einem harten Brexit und neuen Handelsstreitigkeiten.

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(reuters/ rt)

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