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Katar: Nach Babyfund am Flughafen – Frauen zu gynäkologischer Untersuchung gezwungen

Katar: Nach Babyfund am Flughafen – Frauen zu gynäkologischer Untersuchung gezwungen
Passagiere am Hamad International Airport in Doha, Katar
Am Flughafen Doha wird ein Säugling gefunden. Das Personal erhält die Anweisung, nach der flüchtigen Mutter zu suchen. Mehrere Passagierinnen werden einer gynäkologischen Untersuchung unterzogen. Der Eingriff verläuft äußerst aggressiv und ohne Einwilligung der Frauen.

Der Vorfall ereignete sich am 2. Oktober in Katars Hauptstadt Doha. Das Flughafenpersonal entdeckte einen Säugling auf der Flughafentoilette. Bei der Suche nach der Mutter des Babys wurden mehrere Frauen aus den Flugzeugen geholt. Ohne eine Erklärung wurden die Frauen in Krankenwagen zu einer gynäkologischen Untersuchung gezwungen. Sie mussten ihre Unterwäsche ausziehen und ihre Genitalien untersuchen lassen.

Unter den Betroffenen befanden sich Passagiere des Qatar-Airways-Fluges auf dem Weg nach Sydney. Wolfgang Babeck, ein Passagier, sagte dem Guardian, dass die Maschine nach dem Boarding etwa drei Stunden am Boden geblieben sei. Die Flugbegleiter hätten alle Frauen gebeten, herauszukommen. Als sie zurückkamen, hätten sie verärgert ausgesehen, eine von ihnen weinte. Die Frauen sollen zu einer Ärztin gebracht worden sein, die sie aufforderte, ihre Kleidung auszuziehen, und versuchte, die Gebärmutter und den Unterbauch zu fühlen, um zu sehen, ob sie kürzlich hätten gebären können.

Eine Passagierin teilte der New York Times mit, dass die Betroffenen in Vierergruppen zu Krankenwagen gebracht wurden, die vor dem Flughafengebäude geparkt waren. In den Autos wurden die Frauen gebeten, sich auszuziehen. Die Autofenster sollen offen gewesen sein, draußen seien mehr als ein Dutzend Männer gestanden. Die Untersuchung sei unglaublich aggressiv verlaufen. Sie fügte hinzu, dass sie keine Einverständniserklärung für das Verfahren erteilt hatte. Eine weitere Passagierin sagte, dass auch sie gebeten wurde, aus dem Flugzeug auszusteigen – unter dem Vorwand eines Polizeigespräches. Doch als die Ärzte sie sahen, sagten sie, sie solle wieder gehen. Die 60-Jährige glaubt, dass sie wegen ihres Alters verschont blieb. Nach ihrer Rückkehr nach Australien kontaktierten mehrere Frauen die Polizei.

Die australische Außenministerin Marise Payne nannte den Vorfall außergewöhnlich und sagte, sie habe so etwas noch nie erlebt. Die Politikerin betonte:

Die Beweise, die wir erhalten haben, deuten darauf hin, dass die Behandlung der Frauen missbräuchlich und höchst unangemessen war und über die Umstände hinausging.

Payne erklärte bei einer Pressekonferenz am Montag, Australien habe die Behörden Katars um eine Erklärung gebeten. Man warte derzeit auf einen Bericht aus Doha. Die betroffenen Frauen sollen nach der Ankunft in Australien psychologische Hilfe erhalten haben. 

Außereheliche Schwangerschaften sind in Katar ein Verbrechen und werden normalerweise mit einem Jahr Gefängnis bestraft. Frauen werden bestraft, auch wenn sie vergewaltigt werden, aber nicht nachweisen können, dass der Geschlechtsverkehr ohne Zustimmung stattfand.

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