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Putin: Russland und die Türkei sind in Bergkarabach nicht einer Meinung, aber …

Putin: Russland und die Türkei sind in Bergkarabach nicht einer Meinung, aber …
Der russische Präsident Wladimir Putin spricht über eine Videokonferenz-Verbindung von der staatlichen Residenz in Nowo-Ogarjowo nahe Moskau im Internationalen Disskussionsklub Waldai, 22. Oktober 2020
Es gebe Differenzen zwischen der Türkei und Russland in Bezug auf Bergakarabach, so Putin am Donnerstag im Waldai-Klub. Seit dreißig Jahren würden keine Fortschritte gemacht, heißt es seitens der Türkei. Deswegen müsse man nicht gleich aufeinander schießen, so Putin.

Russland stimme in Bezug auf Bergkarabach nicht mit der Türkei überein. Beide Länder hätten eine unterschiedliche Sichtweise auf den Bergkarabach- Konflikt, deswegen müssten sie hier durch gegenseitige Konzessionen einen Kompromiss finden.

Leonid E. Sluzki, Abgeordneter der russischen Staatsduma

Er (der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan, die Red.) scheint schwierig, aber er ist ein flexibler Politiker und ein verlässlicher Partner für Russland", 

zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Putin aus einer Videokonferenz im jährlich stattfindenden Internationalen Diskussionsklub "Waldai" am Donnerstag. 

"Niemand ist so sehr daran interessiert, dass der Konflikt eingestellt wird, wie Russland", sagte Putin und verwies auf die guten Beziehungen zu Armenien wie auch zu Aserbaidschan.

"Die Türkei erklärte, sie würde Truppen nach Aserbaidschan schicken, falls nötig."

Russland sei nun in einen empfindlichen Balanceakt involviert, in dem es versuche, einerseits die guten Beziehungen zu Armenien wie zu Aserbaidschan aufrechtzuerhalten, andererseits aber einen Showdown mit der Türkei zu vermeiden. Aus russischer Sicht seien Armenien und Aserbaidschan gleichwertige Partner, und es sei eine große Tragödie, Menschen sterben zu sehen.

Es ist  einfach zu sagen, die Verhandlungen würden seit 30 Jahren geführt und es gebe kein Ergebnis. Aber meiner Meinung nach sollte das nicht bedeuten, dass nun das Schießen beginnen muss.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan. 14. Oktober 2020

Die Türkei sage, sie würde nicht zögern, Soldaten zu schicken und Aserbaidschan mit militärischer Ausrüstung zu versorgen, sollte eine entsprechende Bitte aus Baku kommen. Dies sei die gleichbleibende Haltung des türkischen Präsidenten Erdoğan.

Er anerkennt weder die Krim noch Bergkarabach. Aber was soll Russland tun? Er ist notwendig, mit jedem zusammenzuarbeiten, geduldig zu sein und  jedem zu beweisen, dass die russische Position richtig ist. Und dass wir sie verteidigen werden.  Wo immer unsere Positionen und Ansätze, nicht übereinstimmen, müssen wir nach Kompromissen suchen.

"Erdoğan verfolgt eine unabhängige Politik."

Es sei dennoch möglich, mit Erdoğan eine gemeinsame Sprache zu finden, so Putin. Er sagte:

Ich weiß, dass Erdoğan eine unabhängige Politik verfolgt. Trotz allen Drucks haben wir mit Erdoğan das TurkStream-Projekt in kurzer Zeit verwirklicht. In diesem Punkt (bezogen auf Nord Stream 2) sind wir mit Europa seit Jahren in Verzug. Europa kann bei der Durchführung dieses Projekts in keiner Weise souverän handeln, doch mit der Türkei haben wir es sehr schnell vollbracht. Erdoğan, der seine nationalen Interessen kennt, hat gesagt, dass wir das machen werden – und wir haben es gemacht.

Mehr zum Thema - LIVE: Wladimir Putin spricht im Waldai-Klub zu "Lehren aus der Pandemie und eine neue Agenda"

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