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Medienberichte: Türkischer Geheimagent sollte österreichische Politikerin erschießen

Medienberichte: Türkischer Geheimagent sollte österreichische Politikerin erschießen
Sie sollte laut den Medienberichten getötet werden: Die Politikerin Aygül Berîvan Aslan.
Berichten der "New York Times" und des österreichischen Online-Mediums "zackzack.at" zufolge, soll ein türkischer Geheimdienstmitarbeiter den Auftrag bekommen haben, eine österreichische Politikerin zu erschießen – doch er weigerte sich offenbar und bat um Polizeischutz.

Der türkische Geheimdienstmitarbeiter soll laut New York Times und zackzack.at den Auftrag erhalten haben, eine kurdisch-österreichische Politikerin zu erschießen. Bei der Politikerin soll es sich um die ehemalige Grünen-Nationalratsabgeordnete Aygül Berîvan Aslan handeln, wie die österreichische Nachrichtenseite oe24 berichtete.

Die Kurdin Aslan ist in der Türkei geboren und wuchs in Tirol auf. Die Politikerin gehörte von 2013 bis 2017 dem Nationalrat an. Bei den Wahlen in Wien vom 11. Oktober dieses Jahres Wien-Wahl 2020 kandidierte sie für die Grünen auf Listenplatz neun und schaffte vermutlich den Einzug in den Wiener Landtag.

Bürgermeister und Landeshauptmann der Stadt Wien, Michael Ludwig (SPÖ)

Der türkische Geheimdienstmitarbeiter soll den Mordauftrag verweigert, und stattdessen in einer Polizeistation in Wien um Polizeischutz gebeten haben. Laut den Berichten soll er bei seiner Vernehmung ausgesagt haben, dass er auch als Kronzeuge für die Verurteilung eines türkischen Übersetzers am US-Generalkonsulat in Istanbul verantwortlich gewesen sei. Es habe sich jedoch dabei um eine Falschaussage gehandelt.

Der Agent soll angegeben haben, dass ihm von den türkischen Behörden ein leeres Blatt Papier vorgelegt worden sei, das er unter Drohungen unterschreiben sollte, schreibt zackzack.at. Der langjährige US-Generalkonsulatsmitarbeiter in Istanbul, Metin Topuz, wurde im Juni 2020 als angeblicher Terrorunterstützer zu acht Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. US-Außenminister Mike Pompeo hatte offiziell gegen das Urteil protestiert

Bei dem Agenten soll es sich um einen italienischen Staatsbürger mit türkischen Wurzeln handeln. Die Ermittler konzentrieren sich vor allem auf seine Mitarbeit beim militärischen Nachrichtendienst der Türkei. Er soll in Österreich gezielt für die Türkei spioniert haben.
Die Staatsanwaltschaft Wien wollte zu den Ermittlungen am Mittwoch keine Angaben machen, es handle sich um eine "Verschlusssache", betonte Sprecherin Nina Bussek gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur Austria Presse Agentur (APA).

Der österreichische Innenminister Karl Nehammer zeigte sich in einer Stellungnahme gegenüber oe24 schockiert. "Wenn Erdogan und die Türkei versucht, ein systematisches Spitzelnetzwerk in Österreich zu etablieren, dann muss das Konsequenzen haben", so der Politiker. Mann müsse mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen vorgehen. Es sei eine eigene Sonderkommission eingerichtet worden, die jedem einzelnen Verdachtsfall konsequent nachgehe und der Staatsanwaltschaft übergebe.

Wir dulden es nicht, wenn man hier versucht unser friedliches Zusammenleben zu gefährden!", so Nehammer

Auch Integrationsministerinin Susanne Raab zeigte sich alarmiert. Gegenüber oe24 erklärte sie: "Ohne aktuelle Ermittlungen kommentieren zu wollen. Der Einfluss der Türkei bis nach Österreich ist längst gefährliche Realität. Wir werden hier in Zukunft nicht nur genauer hinsehen, sondern diesen Einfluss auch abstellen, denn Österreich muss für Erdogans Einfluss völlig tabu sein." Jedweder Eingriff in Österreichs Rechtsstaat sei zu verurteilen und zudem integrationsfeindlich.

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