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Forscher finden 24 lebensfreundliche Exoplaneten mit Bedingungen teils besser als auf der Erde

Forscher finden 24 lebensfreundliche Exoplaneten mit Bedingungen teils besser als auf der Erde
(Symbolbild) Wie lebt es sich auf anderen Planeten? Im Jahr 2017 fanden Forscher sieben Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die den gleichen Stern umrunden und einige Voraussetzungen für Leben erfüllen.
Die Erde bietet hervorragende Bedingungen für Leben. Allerdings sind einige Wissenschaftler überzeugt, dass sie anderswo gut oder sogar noch besser sein könnten. Eine von der Washington State University geleitete Studie erbrachte 24 Planeten mit dafür notwendigen Voraussetzungen.

Laut einer von der Washington State University geleiteten Studie sollen 24 der untersuchten Exoplaneten "super bewohnbar" sein, also gute Lebensbedingungen bieten – teils sogar bessere als die Erde.

Die Wissenschaftler um den deutsch-US-amerikanischen Professor Dirk Schulze-Makuch von der TU Berlin und der Washington State University, René Heller vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und Edward Guinan von der Villanova University in Pennsylvania, USA, durchsuchten Daten von mehr als 4.000 Exoplaneten – also von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – auf der Suche nach Kandidaten, die "gut oder noch besser bewohnbar" als die Erde sein könnten. Bewohnbarkeit ist dabei nicht als sicheres Zeichen von dort existierendem Leben definiert, sondern bedeutet, dass dort eine oder mehrere Bedingungen vorhanden sind, die nach unseren bisherigen Kenntnissen Leben ermöglichen. Laut Professor Dirk Schulze-Makuch sei die Idee, dass es solche super bewohnbaren Planeten gibt, schwer zu vermitteln:

Wir Menschen glauben, wir hätten den besten Planeten. Hier gibt es auch eine große Anzahl komplexer und vielfältiger Lebensformen, von denen viele in extremen Umgebungen überleben können. Aber das bedeutet nicht, dass es nicht noch bessere Bedingungen gibt.

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Symbolbild

In der Studie wurden Planeten identifiziert, die älter, etwas größer, wärmer und feuchter als die Erde sind. Demnach könnte Leben auch wahrscheinlicher auf Planeten entstehen, die langsamer alternde Zentralgestirne mit folglich längerer Lebensdauer umkreisen als unsere Sonne, die bestenfalls eine Gesamtlebensdauer von etwa 10 Milliarden Jahren erwarten kann. Und da zwar bereits vor fast 4 Milliarden Jahren vermutlich erste Lebensformen auf der Erde entstanden, es aber dann noch mindestens 3 Milliarden Jahre dauerte, bevor komplexe Lebensformen die Erde besiedelten, könnte vielen, den sogenannten G-Sternen, die unserer Sonne ähneln, ihr "Treibstoff" für die Sonnenenergie und damit lebensspendende Kernfusion ausgehen, bevor sich dort überhaupt komplexes Leben entwickeln könnte.

Neben Systemen mit etwas "kühleren" G-Sternen untersuchten die Forscher daher auch Systeme mit K-Zwergsternen, die noch kühler, weniger massereich und weniger hell als unsere Sonne sind. K-Sterne haben den Vorteil einer deutlich längeren Lebensdauer, nämlich von 20 Milliarden bis 70 Milliarden Jahren, womit auch die umlaufenden Planeten älter werden und sich auf ihnen eventuell sogar später noch komplexe Lebensformen entwickeln könnten.

Allerdings sollten derartige Planeten nicht schon so alt sein, dass ihre innere, die "geo"-thermische Energie erschöpft ist und/oder ihnen (aus anderen Gründen) vor lebensfeindlichen kosmischen Einflüssen schützende magnetische Felder fehlen. Während unser Heimatplanet etwa 4,5 Milliarden Jahre alt ist, gehen die Forscher davon aus, dass das Idealalter hinsichtlich der Bewohnbarkeit eines solchen Planeten bei 5 bis 8 Milliarden Jahren liegen könnte.

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Auch Größe und Masse eines Planeten spielen für dessen Bewohnbarkeit eine Rolle. Ein Planet, der etwa 10 Prozent größer ist, als die Erde, bietet voraussichtlich mehr bewohnbare Fläche.

Bei einem Planeten, der etwa die anderthalbfache Masse der Erde hat, würde man erwarten, dass er seine innere Erwärmung länger beibehält und auch eine größere Schwerkraft hätte, um seine Atmosphäre über einen längeren Zeitraum zu behalten.

Außerdem ist Wasser vermutlich der Schlüssel zu allem Leben, wie wir es kennen, und die Autoren argumentieren, dass mehr davon besser wäre, neben flüssiger auch in Form von Feuchtigkeit, Wolken und Gewässern.

Weiterhin wäre eine durchschnittlich um etwa 5 Grad Celsius höhere Durchschnittstemperatur als auf der Erde – zusammen mit zusätzlicher Feuchtigkeit – ebenfalls besser für das Leben, denn nach der Erfahrung auf der Erde sind Wärme und Feuchtigkeit, kombiniert wie in tropischen Regenwäldern, mit einer größeren Artenvielfalt gesegnet als trockenere, kältere Regionen.

Von den gefundenen 24 bestbewohnbaren Exoplaneten erfüllt allerdings doch keiner alle Kriterien für die erhofften "super bewohnbaren" Planeten. Einer von ihnen weist laut den analysierten Daten jedoch immerhin vier der wichtigsten Eigenschaften auf, durch die das Leben dort möglicherweise komfortabler sein könnte als auf unserem Heimatplaneten. Doch auch dieser eine Planet liegt leider mehr als 100 Lichtjahre weit entfernt, von der Reisezeit für Raumschiffe ganz zu schweigen.

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