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Armenien ruft Botschafter in Israel wegen Waffenlieferungen an Aserbaidschan zurück

Armenien ruft Botschafter in Israel wegen Waffenlieferungen an Aserbaidschan zurück
Wer an den Zusammenstößen in der Region Bergkarabach militärisch beteiligt ist, scheint sich gerade erst zu zeigen.
Am Donnerstag beschloss Armenien, den Botschafter in Israel zu Konsultationen zurückzurufen. Die Lieferung von Waffen an Aserbaidschan sei angesichts des Konflikts inakzeptabel. Sowohl Russland als auch Frankreich bestätigten Berichte über syrische Kämpfer im Kaukasus.

Armenien hat seinen Botschafter in Israel aufgrund der Waffenlieferungen an Aserbaidschan zu Konsultationen zurückgerufen, wie die Sprecherin des armenischen Außenministeriums, Anna Nagdaljan, am Donnerstag mitteilte. Die Lieferung israelischer Waffen an Aserbaidschan sei insbesondere angesichts des Krieges inakzeptabel, Armenien habe das Thema bei vielen Gelegenheiten gegenüber israelischen Kollegen angesprochen.



Das Thema stand immer auf unserer bilateralen Tagesordnung. Die Lieferung hochmoderner israelischer Waffen an Aserbaidschan ist besonders bedauerlich in einer Zeit, in der Aserbaidschan mit Unterstützung der Türkei eine groß angelegte Aggression gegen Armenien und Arzach [Bergkarabach; Anm. d. Red.] betreibt", so die Sprecherin.


Während die gesamte internationale Gemeinschaft Aserbaidschan zur Einstellung der Militäraktionen drängt, liefere Israel weiterhin Waffen an Aserbaidschan, sagte Nagdaljan. Daher habe die Republik Armenien die Entscheidung getroffen, ihren außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter in Israel zu Konsultationen einzuladen.

Wie die Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums mitteilte, fanden militärische Operationen nahe der iranischen Grenze statt.

Bereits vor einigen Jahren hatte es Medienberichte über Waffenlieferungen Israels an Aserbaidschan gegeben, etwa von der Washington Post am 5. April 2016. Laut armenischen Quellen kam eine Drohne der israelischen Luft- und Raumfahrtindustrie (Israeli Aerospace Industries Harop) bei einem Anschlag auf einen Bus zum Einsatz, bei dem sieben Armenier getötet wurden.

Die Erklärung des russischen Außenministeriums über dschihadistische Kämpfer, die aus Syrien nach Aserbaidschan gebracht worden sein sollen, bestätigte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa am Donnerstag:

Wir haben solche Beweise. Uns stehen solche Informationen zur Verfügung.

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron bestätigte unter Verweis auf glaubwürdige Quellen, dass Militante aus extremistischen Gruppen, die zuvor in Syrien aktiv waren, im militärischen Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan aktiv sind. Sie seien durch den Süden der Türkei dorthin gelangt.

"Nun haben wir glaubwürdige Informationen, die darauf hindeuten, dass syrische Kämpfer einiger dschihadistischer Gruppen über Gaziantep das Schlachtfeld von Bergkarabach erreicht haben", sagte Macron zu Journalisten bei seiner Ankunft auf einem EU-Gipfel in Brüssel.

Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, wonach türkische Militärgüter im Konflikt eingesetzt werden.

Im Juli hatten die Türkei und Aserbaidschan in der Konfliktregion im Südkaukasus mit einem zweiwöchigen Militärmanöver begonnen. Inmitten von Auseinandersetzungen an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze landeten türkische Kampfhubschrauber in Aserbaidschan. Bis zum 10. August sollen auch Panzer, Luftabwehrsysteme und Artillerie zum Einsatz kommen, wie das Verteidigungsministerium in Baku mitteilte.

Am Donnerstag hatten der russische Präsident Wladimir Putin sowie sein französischer Amtskollege Macron und US-Präsident Donald Trump eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie einen sofortigen Waffenstillstand zwischen Jerewan und Baku forderten und die jüngste Eskalation der Gewalt "aufs Schärfste" verurteilten.

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