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Putin und Lukaschenko erhalten Satire-Nobelpreis für Umgang mit Coronavirus

Putin und Lukaschenko erhalten Satire-Nobelpreis für Umgang mit Coronavirus
Der russische Präsident Wladimir Putin mit seinem Amtskollegen Alexander Lukaschenko am 14. Juni 2019 in Bischkek
Der russische Präsident und sein weißrussischer Amtskollege gehören zu den neun führenden Persönlichkeiten der Welt, die für ihren Umgang mit der COVID-19-Pandemie den Satire-Nobelpreis erhielten. Sie hätten die vom Coronavirus ausgehende Gefahr heruntergespielt.

Der Ig-Nobelpreis (gesprochen "ignoble", etwa "unwürdig") ist eine Satire-Version des Nobelpreises und wird jährlich an der Harvard University in den USA verliehen. Das Motto des Komitees lautet, die Arbeiten sollen "erst zum Lachen, dann zum Nachdenken" bringen. Die diesjährige Veranstaltung wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie erstmals im Internet abgehalten.

Menschen sitzen am 30. Mai 2020 auf einer Wiese und genießen das warme Wetter in Stockholm.

Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko wurden dafür "geehrt", "dass sie die COVID-Pandemie dafür genutzt haben, der Welt beizubringen, dass Politiker einen unmittelbareren Einfluss auf Leben und Tod haben können als Wissenschaftler und Ärzte", erklärten die Veranstalter. Zu den Gewinnern der Kategorie "Medizinische Bildung" gehörten auch die Staatsoberhäupter Brasiliens, Großbritanniens, Indiens, Mexikos, der USA, der Türkei und Turkmenistans.

Den Veranstaltern zufolge spielten diese Politiker die Bedeutung der Pandemie herunter. Dabei schloss Russland bereits Ende Januar seine Grenze zu China, als es im Land noch keinen einzigen Corona-Fall gab. Ab März durften sich die Moskauer nicht mehr ohne triftigen Grund in der Stadt bewegen. Sie durften ihr Zuhause nur noch für Einkäufe, Arztbesuche und die Fahrt zur Arbeit verlassen. Kurz darauf arbeiteten alle Regionen zur Bekämpfung der Virusausbreitung ähnliche Maßnahmen wie in der Hauptstadt aus.

Per Videoschalte betonte der russische Präsident Putin wiederholt, dass das Coronavirus eine Herausforderung sei, mit der die Welt nie zuvor konfrontiert worden sei – im Unterschied zum weißrussischen Präsidenten Lukaschenko, der die vom Virus ausgehende Gefahr leugnete. Im August wurde in Russland der erste Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben. Auch eine Tochter von Präsident Putin sowie mehrere Politiker wurden mit dem Impfstoff "Sputnik V" geimpft.

Für Lukaschenko ist dies schon der zweite Ig-Nobelpreis. Er wurde bereits im Jahr 2013 zusammen mit der weißrussischen Polizei ausgezeichnet. Lukaschenko hatte damals öffentlichen Applaus verboten und kurz danach einen einarmigen Mann wegen Applaudierens festnehmen lassen.

Der diesjährige Ig-Friedensnobelpreis ging an die Regierungen Indiens und Pakistans, weil ihre Diplomaten jeweils nachts an der Tür des anderen läuteten und dann schnell davonrannten, bevor jemand Tür öffnete.

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