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Gegen "Krankheit X": Tesla bastelt mit deutschem Unternehmen an "Impfstoff-Drucker"

Gegen "Krankheit X": Tesla bastelt mit deutschem Unternehmen an "Impfstoff-Drucker"
Der US-Unternehmer bei der Präsentation des "RNA-Druckers" in Berlin
Bei dem Besuch von Tesla-Gründer Musk ging es keineswegs nur um die sogenannte "Giga-Fabrik" zur Produktion von E-Autos. Längst hat der schillernde US-Unternehmer seine Fühler in Richtung Impfstoffmarkt ausgestreckt. Dabei setzt er auf deutsches Unternehmertum in Form des BioTech-Unternehmes CureVac.

Bei den Gründern des Tübinger biopharmazeutischen Unternehmens CureVac müssen die Herzen höhergeschlagen haben, als die Tesla-Delegation samt Chef Elon Musk vergangene Woche in ihren Limousinen vorfuhr.

Elon Musk zeigt System für Verbindung zwischen Gehirn und Smartphone

Der findige US-Geschäftsmann Musk hat ein offensichtlich lukratives neues Geschäftsfeld aufgetan: den Kampf gegen aktuelle und zukünftige Pandemien.

Zu den wenigen Terminen, die schon zu Beginn der Deutschland-Reise von Tesla-CEO Elon Musk feststanden, zählte ein Treffen mit Vertretern der Biotech-Firma CureVac an deren Sitz in Tübingen", heißt es dazu im teslamag.

Das 1983 unter dem Namen Grohmann Engineering gegründete Unternehmen mit Sitz in Prüm in der Eifel, arbeitet bereits seit geraumer Zeit mit der Uni-Gründung CureVac u. a. an der Entwicklung mobiler Mikro-Fabriken für RNA-Impfstoffe (nRNA steht für Messenger-Ribonukleinsäure). 2016 entschied sich Musk dazu, Grohmann in sein Firmenkonglomerat einzugliedern.

Die Tesla Grohmann Automation getaufte Tesla-Tochter unterstützt CureVac nun "bei der Herstellung eines Corona-Impfstoffs". Die CureVac AG steht aktuell hoch im Kurs, da sie bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs ganz vorne mit dabei ist. Für Visionär und Strippenzieher Musk der Beginn einer wunderbaren Reise in die unendlichen Weiten des Impfstoffmarkts.  

Laut dem bekannten deutschen Unternehmer und Haupteigentümer Dietmar Hopp soll die Tübinger Firma bald in der Lage sein, 100 Millionen Corona-Impfstoffdosen herstellen zu können. Dies ist möglich auch dank lukrativer Unterstützung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Diese gewährte CureVac eine Finanzspritze in Höhe von stattlichen 300 Millionen Euro. Seit Mitte August ist man zudem an der US-Börse notiert. Man wolle nicht den ersten, aber dafür den besten Corona-Impfstoff auf den Markt bringen.

Dieses Rennen können wir nicht gewinnen. Aber wir wollen das Rennen um den besten Impfstoff gewinnen, und da haben wir gute Chancen", erklärte SAP-Gründer Hopp Anfang September gegenüber dem Handelsblatt.

Eine mögliche Zulassung des Corona-Impfstoffs wird für Mitte 2021 erwartet.

"Mobile Mikro-Fabriken", was hat es damit auf sich?  Die Idee basiert auf sogenannten RNA-Druckern. Diese ermöglichen es, Impfstoffe für verschiedenste Krankheiten, eben "mobil", kostengünstig, in großen Mengen und zeitsparend herzustellen. Dabei geht es um eine Größenordnung von mehreren hunderttausend Impfstoffdosen in wenigen Wochen. Ursprünglich sei es darum gegangen, Impfstoffe etwa gegen das Lassa-Fieber zu entwickeln.

Die internationale Impfstoffinitiative CEPI hat einen neuen Partner: Das deutsche Unternehmen 'CureVac' will Impfstoffe gegen Lassa-Fieber, Tollwut und Gelbfieber entwickeln und testen. Sie setzen dabei auf eine innovative Technik: einen RNA-Drucker", hieß es dazu auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bereits Ende Februar 2019.

Die internationale Initiative CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) wolle "bereits vor dem Ausbruch Impfstoffe gegen Erreger entwickeln". Das Ganze etwa im Kampf gegen "armutsbegünstigte Krankheiten".

Die Impfstoffplattform von Curevac könnte bahnbrechend sein und unsere Möglichkeiten, auf das Auftreten von Krankheit X zu reagieren, radikal verbessern", zitiert Business Insider den CEPI-CEO Richard Hatchett.

Konnte sein Vermögen in der Corona-Krise nahezu verdreifachen: Tesla-Chef Elon Musk.

Als "Nebenprojekt" produziert Tesla die RNA-Mikrofabriken für das deutsche Unternehmen, verriet Musk auf Twitter.

Vom Bundesforschungsministerium soll CureVac voraussichtlich nochmals bis zu 252 Millionen Euro für die weitere COVID-19-Impfstoffentwicklung und den Ausbau der Produktionskapazitäten erhalten.

Die Zahlungen sind an bestimmte Meilensteine gebunden. Wenn diese erreicht werden, kann CureVac im Jahr 2020 mit bis zu 103 Millionen Euro und 2021 mit bis zu 149 Millionen Euro rechnen", heißt es seitens des Uni-Spinoffs CureVac.

Nicht ohne Grund traf Musk während seines Besuchs in Deutschland auch mit Gesundheitsminister Jens Spahn und Forschungsministerin Alnja Karliczek zusammen.

Gegenüber Business Insider bestätigte CureVac nun, dass gemeinsam mit Grohmann Automation ein Patent für einen entsprechenden RNA-Drucker ("Bioreaktor für die In-vitro-Transkription von RNA", kurz "RNA Printer") bereits im Juni 2019 angemeldet worden sei.

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