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Champions-League-Finale: Einer hat mit Bayern noch eine Rechnung offen

Champions-League-Finale: Einer hat mit Bayern noch eine Rechnung offen
Kann am Sonntag zeigen, dass er zu Unrecht kritisiert wurde: Juan Bernat von Paris Saint-Germain.
Am Sonntag um 21 Uhr steigt das diesjährige Champions-League-Finale in Lissabon. Der FC Bayern München trifft auf Paris Saint-Germain. Ein Spieler der Franzosen bekommt die Gelegenheit, sich für eine heftige Äußerung von Uli Hoeneß zu revanchieren.

Nur ganz selten hört man den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, Schlechtes über die eigenen Spieler sagen. Schon gar nicht, wenn sie noch aktiv für die Mannschaft kicken. Eine der wenigen Ausnahmen waren seine 2012 öffentlich gemachten Zweifel zur Qualität des damaligen Bayern-Stürmers Mario Gómez, der mittlerweile seine aktive Laufbahn beendet hat.

Kann kicken: Ellen Fokkema vom VV Foarut.

Nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2012 in München, dem sogenannten "Finale dahoam", sagte Hoeneß bei einem Fantreffen der Bayern: "Wir dürfen die Spieler nicht immer nur in Watte packen. Mario Gómez ist gut, aber nicht sehr gut." Und nur wenige Tage später legte er nach: "Wenn er sehr gut wäre, wären wir jetzt Champions-League-Sieger." Der Frust der Bayern-Chefetage saß nach der Endspielniederlage im Elfmeterschießen gegen Chelsea tief. Nur ein Jahr später gewannen die Bayern die Champions League im Endspiel gegen Borussia Dortmund. Mario Gómez wurde in der Nachspielzeit noch eingewechselt, um ein wenig Zeit zu schinden. Noch im selben Jahr verließ er die Bayern in Richtung AC Florenz.

Noch heftiger als die Schelte gegen Gómez aus dem Jahr 2012 fiel allerdings jene für Juan Bernat aus. Der schnelle Linksverteidiger aus Spanien spielte zwischen 2014 und 2018 für den FC Bayern. Und auch ihm wurde ein Champions-League-Spiel "zum Verhängnis". Sein Auftritt im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales am 3. April 2018 gegen den FC Sevilla, bei dem er ein Gegentor verschuldete, führte nach Aussage von Uli Hoeneß noch am selben Tag zum Entschluss des Vereins, sich von Bernat zu trennen.

"Als wir in Sevilla gespielt haben, war Juan Bernat fast allein dafür verantwortlich, dass wir aus der Champions League beinahe ausgeschieden sind", hatte Hoeneß auf einer deutlich verunglückten Pressekonferenz im Jahr 2018 den staunenden Journalisten mitgeteilt. "Und da wurde entschieden, dass er verkauft wird", ergänzte die ehemalige "Abteilung Attacke" der Bayern. Denn, so Hoeneß weiter: Bernat habe damals "einen Scheißdreck" gespielt. Später entschuldigte sich Hoeneß für seine Aussagen.

Der so gescholtene Bernat wechselte noch im selben Jahr zum französischen "Scheich-Club" Paris Saint-Germain. Und nun steht er mit den Franzosen im Champions-League-Finale gegen den FC Bayern. Von Bernat selbst sind keine verbalen Attacken vor dem Finale zu erwarten. Der spanische Nationalspieler hatte sich bereits unmittelbar nach der Hoeneß-Schelte diplomatisch gezeigt. "Ich wurde erzogen, immer höflich zu sein. Das werde ich auch gegenüber den Bayern und den Fans sein", so Bernat damals.

Das neue Auswärtstrikot der Kölner: Wer ganz genau hinsieht, erkennt auch eine Moschee.

Dafür gibt der Linksverteidiger seine Antworten auf dem Platz und avanciert so langsam zu einem "Bundesliga-Schreck". Im Halbfinale gegen RB Leipzig köpfte er zum 3:0 und begrub die Ambitionen der Leipziger auf einen Finaleinzug gründlich. Zuvor hatte er schon im Achtelfinale gegen Borussia Dortmund getroffen. "Wir haben uns dieses Finale verdient", sagte Bernat nach dem Sieg über Leipzig.

Einen klaren Favoriten für das Endspiel am Sonntag gibt es nicht. Klar ist nur, dass gegen das Starensemble von Paris-Trainer Thomas Tuchel die von vielen Experten immer wieder gelobte "Intensität der Bayern" nicht genügen wird. Das gewonnene Halbfinale der Bayern gegen Olympique Lyon zeigte eine deutliche Konteranfälligkeit bei den Münchnern. Wenn es der gegnerischen Mannschaft gelingt, die erste Pressingwelle der Bayern zu umspielen, brennt es lichterloh im Münchner Strafraum.

Wenig überraschend kündigte Bayern-Trainer Hansi Flick vor dem Finale eine eventuelle taktische Veränderung in der Defensive an. "Wir wissen, dass Paris sehr schnelle Spieler hat. Da müssen wir schauen, dass wir die Defensive etwas anders organisieren", so Flick. "Wir spielen natürlich ein Spiel, mit dem wir immer hohes Risiko gehen durch das, dass wir so hoch stehen", ergänzte Bayern-Innenverteidiger David Alaba. Ein spannendes Spiel wird es allemal.

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