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Russischer Botschafter wirft London Beherbergung Krimineller aus Russland vor

Russischer Botschafter wirft London Beherbergung Krimineller aus Russland vor
In Großbritannien bildet man sich möglicherweise immer noch ein, im Mittelpunkt der Weltpolitik zu stehen und wähnt überall eine russische Verschwörung, um das Inselkönigreich zu unterwandern. Jetzt stellt der Botschafter Moskaus klar, wie die Lage wirklich aussieht.

Während Russland in der politischen Debatte Großbritanniens eine wichtige Stelle einnimmt, wird dagegen das Vereinigte Königreich in Moskau kaum wahrgenommen. Diese Tatsache hat der russische Botschafter in London auf – für einen Diplomaten – bemerkenswerte Art ausgedrückt. Sein Land habe – entgegen der Wahrnehmung vieler in Großbritannien – wichtigere Themen, als sich mit dem Inselkönigreich zu beschäftigten.

Huawei (Symbolbild)

Ich habe das Gefühl, dass Großbritannien seinen Platz im russischen Denken sehr übertreibt", erklärte der Botschafter Andrei Kelin gegenüber der britischen Tageszeitung Daily Mail. "Der Umfang und der Platz Großbritanniens in der russischen Politik ist nicht so groß. Wir haben andere Probleme von viel größerer Tragweite", sagte der Botschafter.

Der Botschafter wies auch die Erzählung der britischen Medien über ruchlose russische "Oligarchen" zurück, die in London im Auftrag des Kremls handeln würden. Kelin wies darauf hin, dass sich die britische Hauptstadt in Wirklichkeit in einen Zufluchtsort für jene wohlhabenden Russen verwandelt habe, die versuchen, sich der Justiz in ihrer Heimat zu entziehen.

Oligarchen sind reiche Leute, die den Präsidenten beeinflussen können", erklärte er. "Den letzten [Oligarchen in Russland] gab es vor etwa 20 Jahren (...) die reichen Leute, die hier [in Großbritannien] leben, der Großteil dieser Leute ist einfach aus Russland geflohen, weil sie wegen Steuerhinterziehung, Betrug und anderen kriminellen Aktivitäten verfolgt wurden.

Sie hätten alle ihr Land verlassen, aus dem alleinigen Grund, der Strafverfolgung aus dem Wege zu gehen.

Wenn die britischen Behörden beschließen, uns Informationen über diese Menschen zu geben oder unseren Auslieferungsforderungen zuzustimmen, werden wir dies nur begrüßen", fügte er hinzu.

Im Jahr 2018 enthüllte Russlands ehemaliger Generalstaatsanwalt Juri Tschaika, dass 61 russische Kriminelle in London lebten, die rund 10 Milliarden Dollar aus ihrem Heimatland gestohlen hatten. Er drückte seine Besorgnis darüber aus, dass Großbritannien das gestohlene Geld einstecken wolle, indem er erklärte:

Ein Mitarbeiter richtet spezielle Server für Cybersicherheit für das 10. International Cybersecurity Forum in Lille her (Bild vom 23.01.18).

Sie können die Kriminellen behalten, aber das Geld zurückgeben. Das ist unser Geld.

Kelin wies erneut Behauptungen zurück, Russland habe irgendwie versucht, die Ergebnisse des schottischen Unabhängigkeitsreferendums 2014, des Brexit-Referendums 2016 und der Parlamentswahlen 2019 in Großbritannien zu beeinflussen. In all diesen Fällen, so der Diplomat, sei Russland niemals politisch an einem bestimmten Ergebnis interessiert gewesen.

Für uns ergibt es keinen Sinn, irgendeine Seite zu wählen", sagte er. "Diese Anschuldigungen sind erfunden, um nicht zu sagen falsch. Es sind sinnlose Anschuldigungen, die wir nicht verstehen", fügte der Botschafter hinzu.

Kelin fuhr fort, dass die Beziehungen zwischen Moskau und London derzeit "kurz davor sind, eingefroren zu werden". Das Vereinigte Königreich "wirft eine Menge Schlamm (...) in unsere Richtung", fügte er hinzu, und diese Haltung provoziere keine große Lust in Moskau auf eine Verbesserung der Beziehungen zu Großbritannien.

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