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US-General zu Raketenangriffen im Irak: "Werden uns nicht vom Iran vertreiben lassen"

US-General zu Raketenangriffen im Irak: "Werden uns nicht vom Iran vertreiben lassen"
US-General Kenneth McKenzie will sich vom Iran nicht unterkriegen lassen. Die "Eskalationsleiter" kontrolliere immer noch das US-Militär. (Symbolbild)
Im Januar forderte das irakische Parlament den Abzug aller ausländischer Truppen. Die US-Armee mag dem bislang nicht gänzlich nachkommen. Stattdessen sei es der Iran, der durch Raketenangriffe provoziere. Doch man steht zum vermeintlichen Auftrag, den IS zu zerschlagen.

Laut US-Medien führt die Spur der letzten Raketenangriffe auf Einrichtungen, die US-Truppen im Irak beherbergen, darunter Camp Taji und Bagdad, zu vom Iran unterstützen Milizen. Doch die US-Armee gibt sich unbeeindruckt.

Wir werden uns vom Iran nicht aus der Region vertreiben lassen", erklärte der US-General und Kommadant des U.S. Central Command (CENTCOM) Kenneth McKenzie trotzig in einem Online-Interview des Atlantikrats.

Irakische und US-Soldaten bei einer gemeinsamen Übung auf dem Stützpunkt in Taji am 28.03.2010.

Die Angriffe erfolgten nur wenige Tage nach einer gemeinsamen Ankündigung der irakischen Regierung und Washingtons, die US-Truppenstärke im Land in den kommenden Monaten zu reduzieren. Die Ankündigung wurde am 11. Juni in einer Mitteilung des US-Außenministeriums bekannt gegeben. Mit der Veröffentlichung weiterer Verhandlungsdetails wird nach einem für Juli geplanten Treffen gerechnet.

Während dem Iran die Eskalationsleiter gehören mag, muss der Iran verstehen, dass die Vereinigten Staaten die letzten Schritte auf der Eskalationsleiter kontrollieren", erklärte Marinegeneral McKenzie.

Laut dem US-General legte der Iran seit den Raketenangriffen vom März auf das irakische Camp Taji, bei denen fünf Menschen verletzt wurden, darunter drei US-Amerikaner, zunächst eine "Pause" ein. Nun wurde laut dem Sprecher der Combined Joint Task Force – Operation Inherent Resolve, Generaloberst Myles Caggins, einen erneuten "Anstieg" von Angriffen verzeichnet.

Die demzufolge von irakischen und mit dem Iran verbündeten Milizen durchgeführten Angriffe lenkten jedoch nur von der eigentlichen Mission der US-Truppen im Irak ab: der Zerschlagung der IS-Terrormiliz.

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"Die Iraker", ist sich Caggins sicher, seien sich dessen bewusst, sammelten Beweise und setzten alles daran, die Täter dingfest zu machen.

Diese Angriffe sind definitiv eine Bedrohung, wir nehmen sie sehr ernst", so Caggins.

Ein ehemaliger hochrangiger Militäroffizier des US-Zentralkommandos erklärte der Military Times, dass die ausgebliebene Reaktion auf den Raketenangriff vom 8. Januar auf die Al Asad Airbase die Iraner in ihren fortgesetzten Angriffen bestärkt habe.

Der Angriff war eine Reaktion auf einen US-Drohnenangriff Tage zuvor, dem Qassem Soleimani, der Chef der Iranischen Revolutionsgarde, zum Opfer fiel. Laut dem US-Militär verursachte der Angriff bei "mehr als 100 US-Soldaten traumatische Hirnverletzungen".

Das bringt die Iraner dazu, zu denken: 'Okay, die rote Linie ist das nicht, also wo ist die rote Linie?' Wir sind inkonsequent. Sie werden weiter Druck machen, um zu sehen, wie weit sie gehen können, bis ihnen jemand etwas wirklich Schmerzhaftes zufügt", orakelte der ehemalige Militäroffizier.

Im Jahr 2020 habe es bislang 26 Angriffe gegeben, sieben davon im Juni. Weitere Angaben erfolgten nicht.

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Seit Anfang des Jahres verringerte das Pentagon offiziell die Zahl der US-Truppen von fast 6.000 auf derzeit etwa 5.200 Soldaten. Darüber hinaus hätten 1.200 Koalitionstruppen den Irak aufgrund der Corona-Krise vorübergehend verlassen.

Das militärische US-Personal zog sich aus Mossul, Kirkuk, al-Qa'im, Abu Ghraib, Habbaniyya und der Luftwaffenbasis Qāʿidat al-Qayyāra al-dschawwiyya zurück.

Im Januar hatte das irakische Parlament den Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Land gefordert. Am 24. Januar kam es zum sogenannten Millionenmarsch in Bagdad, an dem unterschiedlichen Angaben zufolge bis zu vier Millionen Menschen teilnahmen und den Abzug aller fremden Truppen aus dem Irak forderten.

Im Rahmen des sogenannten "strategischen Dialogs" verhandeln Bagdad und Washington nach wie vor über die Abzugsmodalitäten.

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