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UNO: Millionen Kindern droht durch COVID-19-Pandemie Arbeit statt Schule

UNO: Millionen Kindern droht durch COVID-19-Pandemie Arbeit statt Schule
In vielen Staaten herrschte vor der COVID-19-Pandemie eine positive Entwicklung bei der Bekämpfung der absoluten Armut. Viele Kinder wurden aus prekärer Arbeit befreit. Sie konnten zur Schule gehen. Die Corona-Krise droht diese Fortschritte zunichtezumachen.

Die verheerenden Folgen der COVID-19-Pandemie könnten 20 Jahre Fortschritte bei der Reduzierung von Kinderarbeit kaputt machen – davor warnen die Vereinten Nationen zum Internationalen Tag gegen die Kinderarbeit am Freitag. "Millionen Kinder laufen Gefahr, als Folge der Krise wieder in die Kinderarbeit gestoßen zu werden", teilten das Kinderhilfswerk UNICEF und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Freitag mit. "Das würde bedeuten, dass die Kinderarbeit zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 steigt."

Symbolbild

Die jüngsten ILO-Schätzungen zur Kinderarbeit, veröffentlicht 2017, beziehen sich auf das Jahr 2016. Damals arbeiteten etwa 152 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren weltweit. Das waren 94 Millionen weniger als im Jahr 2000. Damals schätzte die ILO, dass die Zahl in diesem Jahr auf höchstens noch 121 Millionen fällt. Bis 2025 wollten die Vereinten Nationen Kinderarbeit eigentlich eliminieren.

Jetzt gebe es aber schon Anzeichen, das die Kinderarbeit steigt, während weltweit Schulen zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus schließen, heißt es in dem Bericht. Konkrete Zahlen können die UN-Organisationen noch nicht vorlegen. Sie verweisen auf frühere Studien etwa in der Elfenbeinküste, Südafrika oder Brasilien, wo die Kinderarbeit nach Konjunktureinbrüchen in die Höhe schnellte.

Mehr als 90 Prozent aller Lernenden seien von vorübergehenden Schulschließungen betroffen, weltweit seien das 1,6 Milliarden junge Menschen. Schulen schützten Kinder auch vor Ausbeutung, diese Kontrolle sei nun weggefallen. "Selbst, wenn die Klassen wieder starten, dürften einige Eltern es sich nicht mehr leisten können, ihre Kinder zur Schule zu schicken", heißt es in dem Bericht.

In der größten Not würden Familien im Kampf um das Überleben oft Kinder zur Mitarbeit heranziehen. Manche Eltern wüssten sich auch nicht anders zu helfen, als Kinder fortzuschicken. Das erhöhe die Gefahr, dass diese jungen Menschen ausgebeutet würden.

40 bis 60 Millionen Menschen könnten nach Schätzungen der Weltbank durch die Corona-Krise in diesem Jahr in extreme Armut rutschen. Sie müssten dann mit weniger als 1,90 Dollar am Tag leben. 2015 betraf das 734 Millionen Menschen – rund zehn Prozent der Weltbevölkerung. Neuere Zahlen gibt es nicht.

Wenn tatsächlich 60 Millionen Menschen in extreme Armut abrutschen, wäre das verglichen mit 2015 ein Anstieg um acht Prozent. Jeder Anstieg der Armut um einen Prozentpunkt bedeute nach Studien ein Anstieg der Kinderarbeit um 0,7 Prozentpunkte.

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(dpa/rt)

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