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Moskau meldet sich zu Fall von verhaftetem russischem DJ: Auslieferung an USA wäre inakzeptabel

Moskau meldet sich zu Fall von verhaftetem russischem DJ: Auslieferung an USA wäre inakzeptabel
Das russische Außenministerium äußert sich zum Fall des in Berlin verhafteten russischen DJs, dem in den USA Geldwäsche im Darknet vorgeworfen wird. Die Sprecherin des Ministeriums spricht von "fast" einer "Jagd auf russische Staatsangehörige", die von Washington ausgehe.

Moskau hat erklärt, dass es eine mögliche Auslieferung des russischen DJs Denis Kaznacheev in die USA für inakzeptabel hielte. Kaznacheev wurde vor Kurzem in Berlin aufgrund eines US-Haftbefehls festgenommen. Russland werde einem solchen Szenario entschieden entgegentreten, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa auf ihrer wöchentlichen Pressekonferenz.

Russischer DJ in Berlin verhaftet: USA werfen ihm Geldwäsche im Darknet vor

Das russische Außenministerium verfolge die Entwicklungen im Fall Kaznacheev aufmerksam. Nach Angaben der Behörden befindet sich Kaznacheev in der JVA Moabit in Berlin in Untersuchungshaft. Entsprechende rechtliche Schritte im Umgang mit dem russischen DJ sollen, so Moskau, in der Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden, unter Voraussetzung der Einbeziehung der russischen Ermittlungsbehörden.

Sowohl die russische Botschaft in Berlin als auch das russische Außenministerium sind bereit, Kaznacheev konsularische Rechtshilfe anzubieten. Und ich möchte noch mal unterstreichen, dass es von Kaznacheev und seinen Anwälten abhängt, sollte so ein Wunsch geäußert werden", erklärte Sacharowa.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums äußerte sich zu einer möglichen Auslieferung des russischen Staatsbürgers an US-Justizbehörden durch Deutschland:

Wir halten eine mögliche Auslieferung von Kaznacheev an die USA für inakzeptabel. Wir werden entschiedene Schritte einleiten, um diesem Szenario entgegenzutreten. Sollten die deutschen Behörden triftige Gründe haben zu vermuten, dass der russische Staatsangehörige in rechtswidrige Aktivitäten involviert war, sollen die entsprechenden rechtlichen Schritte in dieser Angelegenheit auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden.

Sacharowa rief die deutschen Behörden dazu auf, gegebenenfalls russische Ermittlungsbehörden miteinzubeziehen. Moskau gehe davon aus, dass die Bundesregierung "mit Vernunft" handeln und "sich nicht von Washington leiten lassen" werde. Zudem kritisierte sie das Vorgehen der US-Behörden scharf:

Washington betreibt eine systematische extraterritoriale Auslagung der Rechtsnormen, um russische Bürger auf der ganzen Welt zu verfolgen. Wir betrachten es fast als Jagd auf russische Staatsangehörige. Das wird oft unter erfundenen Vorwänden getan, die oft nicht mit den Rechtsnormen in Einklang zu bringen sind.

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