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Ehemaliger Chef des MI6 überzeugt: Coronavirus wurde in China "künstlich" hergestellt

Ehemaliger Chef des MI6 überzeugt: Coronavirus wurde in China "künstlich" hergestellt
Es sind schwere Geschütze, die der ehemalige Leiter des britischen Geheimdienstes MI6 gegen China auffährt. Er bezieht sich dabei auf eine britisch-norwegische Studie. (Symbolbild)
Zuletzt hatte die US-Regierung behauptet, dass China direkt für den Ausbruch des Coronavirus verantwortlich sei. Nun geht die Diskussion um den Ursprung von COVID-19 in eine neue Runde. Eine britisch-norwegische Studie will nachgewiesen haben, dass das Virus künstlich erzeugt worden sei.

In den vergangenen Wochen wurde die US-Regierung nicht müde, den Ausbruch des Coronavirus mit einem vermeintlichen "Unfall" in einem chinesischen Biolaboratorium in Verbindung zu bringen. Außerdem habe die chinesische Regierung den Ausbruch des Virus vertuscht und sei daher direkt für die Ausbreitung von COVID-19 verantwortlich. Peking wies die Anschuldigungen als Verschwörungstheorie und Unsinn zurück.

Symbolbild: Mitarbeiter eines Diagnoselabors in Wuhan. (13. Februar 2020)

Jetzt geht die Debatte um Ursprung und Verbreitungsweg des Coronavirus in eine neue Runde. So äußerte sich nun niemand Geringeres als der ehemalige Chef des britischen Geheimdienstes MI6 zum Thema.

In einem Interview mit dem britischen Telegraph erklärte Richard Dearlove, er habe einen "wichtigen" neuen wissenschaftlichen Bericht gesehen, der nahelege, dass das Virus nicht natürlich entstanden, sondern von chinesischen Wissenschaftlern künstlich ("man-made") hergestellt worden sei.

Demnach suggeriere die Studie, dass der Ausbruch von COVID-19 in China "als fehlerhaftes Experiment begann". Das vom Spionage-Experten zitierte Papier sei jedoch "verwässert" worden, um Peking nicht zu verärgern.

Ich glaube, dass das als ein Unfall begann", zeigte sich Richard Dearlove im Podcast Planet Normal des britischen Telegraph überzeugt.

Dearlove leitete von 1999 bis 2004 den MI6, Großbritanniens wohl bekanntesten Auslandsgeheimdienst.

Es [das Schreiben, Anm. d. Red.] wirft die Frage auf, ob China, falls es sich jemals zur Verantwortung bekennen sollte, Reparationen zahlt. Ich denke, es wird jedes Land der Welt dazu veranlassen, neu zu überdenken, wie es seine Beziehung zu China gestaltet und wie sich die internationale Gemeinschaft gegenüber der chinesischen Führung verhält", spekuliert Dearlove.

Der chinesische Staatsrat und Außenminister Wang Yi während einer Pressekonferenz am 24. Mai 2020 in Peking, China.

Zudem sei das Virus nicht absichtlich, sondern versehentlich freigesetzt worden, als chinesische Wissenschaftler mit Coronaviren von Fledermäusen experimentierten. Zur Untermauerung seiner Behauptungen verwies er auf besagte Studie eines britisch-norwegischen Teams. Die Wissenschaftler wollen demzufolge "auf der SARS-CoV-2-Spike-Oberfläche eingefügte Abschnitte gefunden" haben, die es "dem Virus ermöglichen, mit menschlichen Zellen in Kontakt zu kommen".

Die Wissenschaftler warnten außerdem davor, dass die derzeitigen Bemühungen zur Entwicklung eines Impfstoffs zum Scheitern verurteilt seien, weil die tatsächliche Entstehung des Virus folglich missverstanden wurde. Um das Problem zu beheben, entwickeln die Forscher nun einen eigenen Impfstoff, der vom norwegischen Pharmaunternehmen Immunor AS hergestellt werden soll.

Dearlove beschrieb die Studie als "einen sehr wichtigen Beitrag zu einer Debatte, die jetzt darüber beginnt, wie sich das Virus entwickelt hat und zur Pandemie wurde".

Ich denke, dieser spezielle Artikel ist sehr wichtig, und ich denke, er wird die Debatte verändern", ergänzte er.

Der ehemalige Chef des MI6 erklärte gegenüber dem Telegraph, dass die Studie mehrmals umgeschrieben worden sei. So habe man unter anderem das Coronavirus in der Forschungsarbeit zunächst als "Wuhan-Virus" bezeichnet.

COVID-19-Pandemie: BND bezweifelt Geheimdienstpapier mit Vorwürfen gegen China (Archivbild)

Laut des britischen Telegraphs, wiesen Forscher des Francis Crick Institutes und des Imperial Colleges in London die Behauptungen der Studie jedoch zurück, während Fachmagazine wie Nature und das Journal of Virology die Studie für eine Veröffentlichung als ungeeignet erachtetet hätten.

Anschließend sei ein Großteil des Papiers "verwässert" worden, um explizite Anschuldigungen gegen China auszuräumen. Die umgeschriebene Studie sei dann für eine Veröffentlichung im Quarterly Review of Biophysics Discovery akzeptiert worden.

Die vermeintlichen Informationen des ehemaligen MI6-Chefs dürften den Forderungen Washingtons nach "Reparationszahlungen" Pekings angesichts der globalen Auswirkungen der Corona-Krise neue Nahrung liefern. Zumindest laut Dearlove würden die Aussicht auf entsprechende Zahlungen nun steigen.

Derweil besteht bei der großen Mehrheit internationaler Virologen und Experten Konsens darüber, dass das Virus natürlichen Ursprungs sei und zunächst bei Tieren – höchstwahrscheinlich Fledermäusen oder Schuppentiere – aufgetreten ist, bevor es auf den Menschen übersprang.

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