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Chinesische Zeitung verspottet Australien wegen Parteinahme für USA im Corona-Streit

Chinesische Zeitung verspottet Australien wegen Parteinahme für USA im Corona-Streit
Symbolbild
Eine chinesische Boulevardzeitung, die weithin als Sprachrohr der regierenden kommunistischen Partei gilt, druckt einige harte Worte über Australien. Grund ist die Unterstützung Canberras für die US-Anfeindungen zu Pekings COVID-19-Reaktion.

Die Spannungen zwischen den USA und China konzentrierten sich in jüngster Zeit auf die Reaktion Pekings auf den Ausbruch des Coronavirus in Wuhan sowie auf den Vorwurf Washingtons, wonach Peking in Bezug auf die Schwere der Virusverbreitung und dessen möglichen Ursprung gelogen haben soll. Einige Verbündete Washingtons folgten dem Beispiel und erregten damit Chinas Unmut – so auch Australien.

Die Global Times, eine beliebte chinesische Boulevardzeitung, die allgemein als Sprachrohr der Regierung angesehen wird, druckte einige beleidigende Worte über Australien, das sich auf die Seite der USA gestellt hatte. Die Nation sei ein "riesiges Känguru, das als Hund der USA dient", zitierte die Zeitung einen anonymen chinesischen Internetnutzer.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhao Lijian

Nun werde es "bei Handelsstreitigkeiten in Sektoren wie Kohle und Rindfleisch mit China in eine Sackgasse geraten". "Hoffentlich werden die USA das kompensieren", fuhr der Kommentar fort.

Die Global Times erklärte, dass dies nur ein Beispiel sei, wie Chinesen Australien online verspotteten, weil es seine eigenen nationalen Interessen untergrabe, um die kämpferischen Ziele der US-Außenpolitik zu unterstützen.

Das Zitat wurde von einigen australischen Medien als eine Anspielung Pekings auf mögliche Folgen für australische Unternehmen interpretiert. Das US-Medienunternehmen Bloomberg berichtete am Dienstag, dass die chinesische Regierung australische Waren – darunter Wein, Milchprodukte, Meeresfrüchte, Haferflocken und Obst – mit verschiedenen Einschränkungen ins Visier nehmen und die chinesische Öffentlichkeit zum Boykott von in Australien hergestellten Produkten auffordern könnte.

Im Mittelpunkt des Artikels in der Global Times stand die Sitzung der Weltgesundheitsversammlung (WHA), des Leitungsgremiums der Weltgesundheitsorganisation, die diese Woche stattfand. Die WHA verabschiedete eine Resolution, in der eine Untersuchung der globalen Reaktion auf COVID-19 gefordert wurde. Peking gehörte zu den Befürwortern der Resolution und betonte, dass das Dokument sich nun grundlegend von dem unterscheide, was seine frühen Unterstützer, darunter Australien, anstrebten.

Peking weist jegliche Anschuldigungen der USA zurück und betont, dass die Andeutungen, es habe die Pandemie falsch gehandhabt oder sogar initiiert, nur ein Versuch Washingtons sei, die Verantwortung für die eigene verpfuschte Reaktion anderen in die Schuhe zu schieben.

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