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Peking: Trump lenkt mit Drohung an die WHO von eigener Inkompetenz ab

Peking: Trump lenkt mit Drohung an die WHO von eigener Inkompetenz ab
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhao Lijian
US-Präsident Donald Trump kritisiert die Weltgesundheitsorganisation erneut für ihr Vorgehen in der Corona-Pandemie. Er droht mit einer endgültigen Beendigung der US-Finanzierung. Aus Peking heißt es, Washington wolle hiermit von seiner eigenen Inkompetenz ablenken.

China hat den jüngsten Angriff des US-Präsidenten auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert. Die Drohung der USA, sich aus dem Gesundheitsgremium der UNO zurückzuziehen, sei nur der jüngste Versuch der US-Regierung, Chinas Kampf gegen COVID-19 zu verleumden und die Schuld für die durch das Virus verursachten Schäden auf Peking abzuwälzen.

US-Präsident Donald Trump räumte der Organisation 30 Tage ein, um "wesentliche substanzielle Verbesserungen" zu veranlassen oder sich mit einer dauerhaften Beendigung der Finanzierung und einem möglichen Austritt der USA auseinanderzusetzen. Das Ultimatum wurde in einem offenen Brief gestellt, in dem der WHO vorgeworfen wird, sich in ihrer Reaktion auf den Ausbruch des Coronavirus zu China-freundlich verhalten zu haben. Nun beschuldigt Peking den Schritt der USA als einen Versuch, Chinas Mühen in der Bekämpfung der Pandemie zu verleumden. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhao Lijian sagte gegenüber Reportern während einer regelmäßigen Besprechung am Dienstag:

Der Brief ist voll von Andeutungen, Vermutungen und Eventualitäten und versucht, die Öffentlichkeit durch diese fadenscheinige Methode in die Irre zu führen. Mit dem Ziel, Chinas Bemühungen bei der Epidemieprävention zu verleumden und zu verschleiern, sowie die Verantwortung für die eigene Inkompetenz im Umgang mit der Epidemie abzuwälzen.

Spitzenvertreter der Trump-Regierung schlossen sich der Theorie an, dass die Corona-Pandemie mit einem Leck in einem virologischen Labor in Wuhan begann, jener Stadt, in der der Ausbruch zuerst entdeckt wurde. US-Außenminister Mike Pompeo verkündete zwar, dass es "reichlich Beweise" gebe, um die Behauptung zu untermauern, legte der Öffentlichkeit jedoch bisher keinen dieser vermeintlichen Beweise vor.

Washington behauptet außerdem, dass Peking den Schweregrad der Infektion vorsätzlich untertrieben und in Absprache mit der WHO habe vertuschen wollen. Hierdurch habe sich das Virus auf der ganzen Welt verbreiten können. Die USA wurde von der Pandemie im weltweiten Vergleich am härtesten getroffen. Die Zahl der testpositiven Todesopfer stieg diese Woche auf über 90.000. Kritiker werfen dem US-Präsidenten vor, die Reaktion der Regierung auf die Pandemie verpfuscht zu haben.

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