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Human Rights Watch: US-Sanktionen gegen Iran im Zeichen der Pandemie "falsch und unmenschlich"

Human Rights Watch: US-Sanktionen gegen Iran im Zeichen der Pandemie "falsch und unmenschlich"
Human Rights Watch: US-Sanktionen gegen Iran im Zeichen der Pandemie "falsch und unmenschlich" (Weibliche Mitglieder der iranischen paramilitärischen Organisation Bassidsch stellen in einer Moschee in Teheran Gesichtsmasken her. 05. April 2020)
Human Rights Watch hat die USA dazu aufgefordert, ihre wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran unverzüglich zu lockern. Der Grund der Forderung ist die immer akutere sanitärepidemiologische Lage im Land im Bezug auf das Coronavirus.

Die internationale Organisation Human Rights Watch forderte die USA am Montag auf, die Sanktionen gegen den Iran unverzüglich zu lockern. Auch die Liste der von Sanktionen ausgenommener Güter müsse erweitert werden. So soll dem Land der Zugang zu medizinischen Gütern gesichert werden, die es in Zeiten des grassierenden Coronavirus benötigt. 

Eine Iranerin versucht sich während einer Busfahrt mit einem Mundschutz vor dem Coronavirus zu schützen, Teheran, 29. Februar

Kenneth Roth, Geschäftsleiter der Nichtregierungsorganisation, kommentierte die Sachlage wie folgt:

Es ist falsch und unmenschlich seitens der Trump-Regierung, die Lage der Iraner zu verschlimmern, indem man ihnen den Zugang zu dringend benötigten, lebensnotwendigen medizinischen Gütern und Geräten entzieht.

Durch die Corona-Pandemie ist die Belastung für das iranische Gesundheitssystem ohnehin schon dramatisch erhöht. Zusätzlich schlagen sich die US-Sanktionen gegen den Iran in drastischen Einschränkungen in Bezug auf internationale Banküberweisungen nieder.

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Die Sanktionen machen es dem Land so gut wie unmöglich, Lieferungen humanitärer Hilfsgüter zu bezahlen — unter anderem auch Lieferungen von Arzneien und medizinischem Gerät. 

Dies hat schneller wachsende Zahlen von Infizierten zur Folge. So twitterte Irans Gesundheitsminister Kianusch Dschahanpur am Freitag:

Neuesten Daten zufolge erkranken fast stündlich 50 Iraner an COVID-19 und alle zehn Minuten erliegt ein Mensch dem Coronavirus. Angesichts dieser Information bitten wir Sie, über Reisen, Transport und überhaupt Verkehr, Besuche und Besichtigungen sowie die Nowruz-Feierlichkeiten (anm. d. Red.: Iranisches Neujahrsfest) wohlüberlegt zu entscheiden.

Schon zuvor rief der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres die Staaten der G20-Gruppe dazu auf, alle Sanktionen gegen andere Länder aufzuheben, um die Verbreitung des Coronavirus besser bekämpfen zu können. Für eine Aufhebung oder wenigstens eine Aussetzung aller Sanktionen sprach sich auch Michelle Bachelet aus, die Hohe Komissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen.

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