icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Studie: Wissenschaftler hemmen Corona-Viren beim Eindringen in Zellen

Studie: Wissenschaftler hemmen Corona-Viren beim Eindringen in Zellen
(Symbolbild). Elektronenmikroskopische Aufnahme eines Isolats aus dem ersten Fall von COVID-19 in den USA vom Centers for Disease Control (CDC) in Atlanta, Georgia, USA, am 10. März 2020.
Eine Studie macht Hoffnung: Einem internationalen Team unter Leitung des Forschers Josef Penninger von der kanadischen Universität von British Columbia ist es offenbar gelungen, mittels eines Testmedikaments die Infektion von Zellen mit COVID-19 signifikant zu blockieren.

Schon in früheren Forschungsarbeiten identifizierten Penninger und Kollegen von der Universität Wien sowie der Universität Toronto ein Enzym (ACE2) in der äußere Hülle von Zellen in verschiedenen Organen wie Lunge, Herz, Niere, Arterien und Darm, und zwar als "Einfallstor" für SARS, das bereits 2003 als globale Bedrohung der viralen Atemwege galt.

Da die frühere Form von SARS eng mit dem aktuell grassierenden Virus SARS-CoV-2 verwandt ist, vermuteten die Forscher, dass auch bei der dadurch ausgelösten Erkrankung COVID-19 ein ähnlicher Mechanismus im Spiel sein könnte.

Symbolbild

Um die Vermutung zu überprüfen, infizierten sie künstlich hergestellte Nachbildungen von Zellen menschlicher Blutgefäßen und Nieren, also aus menschlichen Stammzellen gezüchtete Organoide, mit den Erregern von COVID-19. Sie beobachteten, dass das Virus in der Lage ist, das Gewebe anzugreifen und sich zu vermehren. Nun verwendeten sie ein Medikament, das bereits bekannt ist als APN01 (humanes rekombinantes lösliches Angiotensin-konvertierendes Enzym 2- hrsACE2), um diese Ausbreitung der Viren zu bekämpfen.

Dabei fanden die Forscher heraus, dass das Medikament die Belastung mit Viren, die COVID-19 auslösen, in diesen Geweben um den Faktor 1.000 bis 5.000 hemmen konnte. Nuria Monserrat, eine der Autorinnen der Studie zeigte, wie das Virus ansonsten zu multiplem Organversagen führen kann und wie dagegen eine mögliche neue Behandlungsoption funktionieren könnte:

"Die Verwendung von Organoiden ermöglicht es uns, auf sehr flexible Weise Behandlungen zu testen, die bereits für andere Krankheiten eingesetzt werden oder kurz vor der Validierung stehen. In diesen Tagen, in denen die Zeit knapp ist, sparen menschliche Organoide die Zeit, die wir für die Prüfung eines neuen Medikaments am Menschen aufwenden müssten."

Demnächst werde das europäische Biotechnologie-Unternehmen Apeiron Biologics klinische Studien durchführen, sagte Penninger, und ergänzte:

"Unsere bisherige Arbeit hat dazu beigetragen, ACE2 zügig als Eintrittspforte für SARS-CoV-2 zu erkennen, was viel über diese Krankheit aussagt. Jetzt wissen wir, dass eine lösliche Form von ACE2, die das Virus abfängt, tatsächlich eine sehr effektive Therapie sein könnte, die speziell auf das Eingangstor abzielt, die das Virus nehmen muss, um uns zu infizieren. Es gibt eine Hoffnung gegen diese schreckliche Pandemie".

Folge uns aufRT
RT
Trends: # Corona-Pandemie

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen