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Chinas Export medizinischer Güter steigt auf 1,45 Milliarden US-Dollar

Chinas Export medizinischer Güter steigt auf 1,45 Milliarden US-Dollar
Eine Produktionslinie für chirurgische Masken in einer Fabrik in Nantong, China
Inmitten des weltweiten Mangels an Anti-Virus-Ausrüstungen steigert China seine Exporte wichtiger medizinischer Güter. Innerhalb des Monats März verkaufte es Waren dieser Kategorie im Wert von 1,45 Milliarden US-Dollar ins Ausland.

Während sich das Coronavirus in Europa und den USA verbreitet, exportiert das ehemalige Epizentrum der Pandemie medizinische Versorgungsgüter im Wert von 1,45 Milliarden US-Dollar in andere Länder, um der Ausbreitung entgegenzuwirken.

Zu früh die USA beschuldigt? Der Berliner Senator für Inneres und Sport Andreas Geisel  am 11. Oktober 2017 in Berlin.

Die wichtigsten Hilfsgüter, darunter Milliarden von Masken, Millionen von Schutzanzügen und Infrarot-Temperaturdetektoren sowie 16.000 Einheiten von Beatmungsgeräten, wurden innerhalb eines Monats (vom 1. März bis zum 4. April) aus China exportiert. Das gab die Zentrale Zollverwaltung des Landes am Sonntag bekannt, wie die Global Times mitteilte.

Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums nahmen die Exporte von medizinischen Hilfsgütern zu, und die Regierung wird keine Beschränkungen für die lebenswichtigen Sendungen auferlegen. Am Samstag waren es 54 Länder und drei internationale Organisationen, die mit Peking Verträge über die kommerzielle Beschaffung von medizinischen Gütern abgeschlossen hatten.

Offenbar reagierte das chinesische Handelsministerium auf einige Berichte darüber, dass die europäischen Länder fehlerhaftes medizinisches Material erhalten haben und erklärte, dass chinesische Hersteller, die beim Verkauf von medizinischen Gütern mit Qualitätsproblemen erwischt werden, mit "schweren" Strafen rechnen müssen.

China war Ende letzten Jahres als erstes Land von dem neuartigen Coronavirus betroffen. Erst später wurde das Virus als Pandemie erkannt, da es sich rasch über den gesamten Globus ausbreitete. Inzwischen sind weltweit mehr als 1,2 Millionen daran erkrankt und fast 65.000 Menschen verstorben (gemäß den Zahlen am Sonntag). Die USA sind derzeit zahlenmäßig mit mehr als 300.000 Infektionen und über 8.500 Todesfällen die am schlimmsten betroffene Nation.

Die EU-Länder kämpfen gegen den Mangel an notwendigen medizinischen Geräten und Schutzausrüstungen, die das medizinische Personal potenziell einem höheren Krankheitsrisiko aussetzen und die Situation weiter verschlechtern könnte. Dokumente, auf die Reuters im März verwies, zeigten, dass die regionalen Anbieter für derartige Waren nur zehn Prozent des Bedarfs decken konnten. Auch die USA leiden am Fehlen medizinischer Ausrüstung und haben sogar Lieferungen lebenswichtiger Schutzmasken an andere Länder für sich abgezweigt.

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