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Wir schaffen das alleine? Bundesregierung geht bisher nicht auf Hilfsangebote aus China ein

Wir schaffen das alleine? Bundesregierung geht bisher nicht auf Hilfsangebote aus China ein
Im Gegensatz zu Deutschland sind chinesische Hilfestellungen in Italien gern gesehen.
Die Volksrepublik China eilt derzeit zahlreichen europäischen Ländern zu Hilfe. Doch die Bundesregierung hat bisher darauf verzichtet, auf das offizielle Angebot aus Peking einzugehen. Man will in Berlin wohl das Gesicht wahren.

Nachdem China selbst erfolgreich das Coronavirus eindämmen konnte, bietet die Regierung in Peking nun zahlreichen anderen Staaten Unterstützung im Kampf gegen die Pandemie an. Chinas Hilfe wird zumeist dankbar angenommen, zumal die Volksrepublik in der Bewältigung der Krise als erfolgreiches Beispiel gilt. Die Zahlen sprechen für sich: Seit fünf Tagen gibt es keine neuen Corona-Infizierten in China. Gefragt sind anderswo auf der Welt einerseits die materielle Unterstützung Chinas, da das Riesenland große Mengen medizinischer Güter produziert und jetzt auch wieder liefern kann, andererseits auch die Hilfe chinesischer Mediziner und die Expertise chinesischer Experten im Umgang mit dem Virus.

Eine ganze Reihe europäischer Staaten hat die Hilfe aus Peking angenommen, so etwa Frankreich, Griechenland, Spanien, Italien, Tschechien und Serbien. In Italien traf der erste Transport von Hilfsgütern und medizinischem Personal aus China bereits am 12. März ein. Während einen Teil der Hilfen offizielle chinesische Behörden organisieren, eilen auch chinesische Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen – so etwa die Stiftung des Onlinemarktplatzes Alibaba – den jetzt betroffenen Staaten angesichts der Pandemie zu Hilfe.

Die chinesische Regierung betont fortlaufend, dass nur die gemeinsamen Anstrengungen aller Staaten das Virus besiegen können. Eine EU-Regierung hat jedoch bisher davon abgesehen das Angebot der chinesischen Regierung offiziell anzunehmen: Die Bundesrepublik Deutschland.

Dabei hat China auch der Bundesregierung in Berlin explizit seine Unterstützung angeboten. Erst am 21. März hatte Chinas Präsident Xi Jinping erklärt, dass sein Land fest an der Seite Deutschlands in seinem Kampf gegen die Epidemie stehe und bereit sei, Unterstützung zu leisten, sollte diese gebraucht werden, wie die chinesische Agentur Xinhua berichtete.

China sei bereit, weiterhin Informationen und Erfahrungen mit Deutschland auszutauschen, und die Kooperation in Bereichen wie der Verhinderung und Kontrolle von Epidemien, der Behandlung von Patienten sowie der Erforschung und Entwicklung von Impfstoffen auszubauen, um gemeinsam die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen nicht nur beider Staaten, sondern auch im Rest der Welt zu sichern.

Die Bundesregierung ist auf dieses Angebot Pekings jedoch bisher nicht eingegangen – obwohl es Bedarf gibt. Ein Großteil der niedergelassenen Ärzte in Deutschland hat keine ausreichenden Reserven an medizinischen Gebrauchsgegenständen wie Schutzmasken oder -kitteln. So warnte etwa Walter Plassmann, der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg:

China meldet erstmals seit Ausbruch keine inländischen Corona-Neuinfektionen.

Wir versuchen seit Wochen verzweifelt, irgendwo auf der Welt Schutzausrüstung zu kaufen, das ist fast nicht möglich", erklärte der Mediziner gegenüber dem Ärztenachrichtendienst.

Ihm habe die Bundesregierung Hilfe versprochen, aber:

Da ist nichts gekommen. Nicht eine einzige Maske haben wir gekriegt. Es muss jedoch allen klar sein: Wenn uns die Schutzausrüstung ausgeht, sind wir am Ende.

Auch in den Krankenhäusern ist die Lage nicht wesentlich besser, da dort bisher keine längerfristigen Reserven an Schutzmaterial eingelagert werden.

Stattdessen setzt die Bundesregierung auf Durchhalteappelle und Beschwichtigungen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte ab etwa Ende Januar wiederholt, dass Deutschland auf Epidemien gut vorbereitet sei. Gleichzeitig intensivieren die deutschen Leitmedien unvermindert ihre Bemühungen, Russland und China in ein schlechtes Licht zu rücken, auch in Bezug auf die Corona-Pandemie. Ist man in Berlin zu selbstgefällig um dringend notwendige Hilfe aus China anzunehmen?

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass Deutschland sich jeglicher chinesischer Hilfe verweigert hätte. Da es jedoch auf dezentraler Ebene für einzelne Gemeinden bzw. seitens chinesischer privater Akteure bereits vor der Veröffentlichung dieses Artikels zu Hilfsaktionen gekommen war, wurde er umformuliert, um diesem Umstand gerecht zu werden.

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